Essen, trinken, wiederholen: Eine kulinarische Reise durch Italien

Entdecken Sie Italien durch Essen und Wein – mit fünf traditionellen Vorspeisen aus verschiedenen Regionen, die Sie auf eine kulinarische Reise mitnehmen.
Kulinarische und Wein-Reiseroute in Italien
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Manche Reisen drehen sich ganz um Kunstgalerien und Architektur. Andere hingegen darum, abzuschalten und die Landschaft zu genießen. Diesmal jedoch steht eine Genussreise durch Italien im Mittelpunkt.

Im ganzen Land hat jede Region ihre eigenen typischen Produkte und lokalen Rezepte, die von der Geschichte, der Geografie und dem unerschütterlichen lokalen Stolz geprägt sind. Eine kulinarische Reise durch Italien ist eine der aufschlussreichsten Möglichkeiten, das Land kennenzulernen.

Hier sind fünf Vorspeisen, die Sie unbedingt probieren sollten – jede davon ist mit einem Reiseziel verbunden, das einen Platz auf Ihrer Reiseroute verdient. Beginnen Sie mit der Planung Ihrer Gourmet- und Weinreise nach Italien und freuen Sie sich auf ein unvergessliches Erlebnis.

Die Langhe: Seine Majestät der Trüffel

Die Langhe: Seine Majestät die Trüffel
Ravioli mit Trüffel wikimedia_commons

Die Langhe im südlichen Piemont wurden 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Diese Ecke Norditaliens, die sich zwischen den Provinzen Cuneo und Asti erstreckt, besteht aus sanften Hügeln, akkurat angelegten Weinbergen, mittelalterlichen Burgen und ruhig eleganten Dörfern.

Hier wächst auch eine der begehrtesten Zutaten Italiens: der weiße Trüffel. Ein klassisches Beispiel ist Agnol Otti mit weißem Alba-Trüffel, das nur mit Butter verfeinert wird, damit der Trüffelgeschmack für sich sprechen kann. Dazu passt idealerweise ein Glas Barolo, dessen Trauben auf den umliegenden Hügeln wachsen.

Sondrio: Bergkomfort im Veltlin

Sondrio: Reichhaltige Bergaromen
Pizzoccheri wikimedia_commons

Die Bergluft regt den Appetit an, und in Veltlin, in der Provinz Sondrio, wird die lokale Küche diesem Bedürfnis gerecht. Nach einem Tag Wandern durch die Wälder oder Skifahren im Winter wirkt das Essen hier wohltuend und nahrhaft.

Das typische Gericht ist Pizzoccheri, eine Buchweizenpasta mit Kohl, Kartoffeln, regionalem Käse und reichlich zerlassener Butter. Es ist herzhaft, aber nicht aufdringlich, tief in der alpinen Tradition verwurzelt und wird üblicherweise mit einem kräftigen Rotwein von den umliegenden Weinbergen serviert.

Bologna: Hauptstadt des Ragù

Bologna: die Hauptstadt des Ragù
Pasta Bolognese wikimedia_commons

„Bologna la Grassa“ – Bologna, die Dicke – ist ein Spitzname, den man sich hier beim Essen verdient. Essen wird mit Ernsthaftigkeit und Zuneigung behandelt. Die lokale Küche Norditaliens ist reich an Gerichten, die zu einem festen Bestandteil der italienischen Esskultur geworden sind.

Beginnen Sie Ihr Wochenende in Bologna am besten im historischen Mercato di Mezzo, gleich neben der Basilika San Petronio. Unter den Arkaden finden Sie traditionelle Handwerksprodukte neben Ständen mit frischer Pasta und alteingesessenen Familienbetrieben.

Kunst, Geschichte und die von Arkaden gesäumten Straßen verdienen Beachtung, doch ein Besuch ist erst dann vollständig, wenn man in einer der traditionsreichen Trattorien im Zentrum Tagliatelle al Ragù genossen hat. Die Sauce wird langsam gekocht, sorgfältig abgeschmeckt und niemals überhastet zubereitet – ganz im Sinne der Bologneser Küche.

Bari: Italiens Interpretation von Paella

Bari: unsere lokale Paella
Tiella aus Bari www.dissapore.com/ricette/tiella-barese-la-ricetta-perfetta/

In Bari sagen drei einfache Zutaten alles: Reis, Kartoffeln und Muscheln. Zusammen ergeben sie ein Gericht, mit dem die Einheimischen aufwachsen und an dem sie sich nur selten sattsehen.

Dieses Rezept, das als Tiella bekannt ist – benannt nach der Terrakotta-Form, in der es gebacken wird –, hat seinen Ursprung in der bäuerlichen Tradition Apuliens, in der ursprünglich Gemüse und Reis im Mittelpunkt standen. Auf seinem Weg zur Küste nahm es Elemente der maritimen Kultur sowie Spuren spanischen Einflusses auf, wodurch Muscheln in die Zubereitung Einzug hielten.

Die Erkundung des Stiefelabsatzes von Italien durch seine Küche offenbart eine Region, die von jahrhundertelangem Austausch geprägt wurde, wo Aromen Geschichten von Handelsrouten, Handwerk und dem Leben auf See erzählen.

Palermo: Überschwängliche Schlichtheit

Palermo: überschwängliche Schlichtheit
Pasta mit Sardinen flickr.com/photos/joyosity/19960039311

Palermo, die Hauptstadt Siziliens, lockt seit Langem neugierige Feinschmecker mit einer Küche an, die ihre vielschichtige Geschichte widerspiegelt. Die im Mittelmeer gelegene Stadt wurde von aufeinanderfolgenden Fremdherrschaften geprägt, die jeweils ihre Spuren in Architektur und Küche hinterließen.

Zu den ältesten Gerichten zählt Pasta mit Sardinen, lokal als Pasta c'a munnizza bekannt, deren Ursprung bis in die arabische Herrschaftszeit zurückreicht. Es ist ein täuschend einfaches Gericht: frische Sardinen, wilder Fenchel und eine ausgewogene Mischung aus süßen und herzhaften Aromen, die unverkennbar sizilianisch schmecken.

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