Mailand und die großen Seen stehen oft im Rampenlicht. Doch die Lombardei hat weitaus mehr zu bieten. Abseits der bekannten Orte finden Sie eine bunte Mischung aus Dörfern mit Burgen, die sich majestätisch aus dem Wasser erheben, Wanderwegen an Klippen zwischen Bergen und Seen, prächtigen Villen mit weitläufigen Gärten und traditionellen Spas, wo Entschleunigung ganz natürlich wirkt.
Entdecken Sie die weniger bekannten, aber unbedingt sehenswerten Dörfer in der Lombardei, die einen Platz auf Ihrer Urlaubswunschliste verdienen.
Sirmione: Festung auf dem Wasser, Thermalbäder und eine antike römische Villa
Sirmione liegt auf einer schmalen Halbinsel im Gardasee und beeindruckt auf den ersten Blick. Das historische Zentrum mit seinen engen Gassen und kleinen Läden zieht Besucher in seinen Bann, während die Silhouette der Rocca Scaligera den kleinen Hafen dominiert und dem Ort eine leicht theatralische Atmosphäre verleiht.
Ein kurzer Spaziergang weiter führt zu den Grotten des Catull, den Ruinen einer riesigen römischen Villa, die hier vor zweitausend Jahren stand. Sie erinnert daran, dass diese erstklassige Lage am Seeufer seit langem als begehrtes Bauland gilt.
Bellagio: Panorama-Eleganz an der „Perle“ des Comer Sees
Bellagio zählt zu den schönsten Orten am Comer See und befindet sich genau dort, wo die drei Arme des Sees zusammenfließen. Diese Lage prägt das gesamte Stadtbild. Entlang der Promenade verändern sich die Ausblicke ständig, Wasser und Berge bieten hinter jeder Kurve ein neues Panorama.
Steintreppen schlängeln sich durch das Zentrum, gesäumt von Kunsthandwerksläden und Cafés. Die Atmosphäre ist elegant, aber nicht gezwungen. Rund um das Dorf liegen historische Villen, umgeben von Gärten, die zu jeder Jahreszeit beeindrucken und Bellagios langjährigen Ruf weiter festigen.
Varenna: Beschauliche Ecke am Comer See
Varenna – am Ostufer des Comer Sees – wirkt etwas ruhiger. Pastellfarbene Häuser säumen das Wasser, und selbst in der Hochsaison herrscht hier ein gemächlicherer Rhythmus als in anderen Orten des Sees.
Der Weg der Verliebten, der direkt über dem See verläuft, verbindet verschiedene Teile des Dorfes miteinander und bietet bei jedem Schritt einen neuen Ausblick. Im Mittelpunkt steht die Villa Monastero, deren botanischer Garten sich über zwei Kilometer entlang des Ufers erstreckt.
Gromo: Alpines Mittelalter im Seriana-Tal
Hoch oben in den Bergen von Bergamo (Orobie) befindet sich der kompakte mittelalterliche Ortskern von Gromo, der bemerkenswert gut erhalten ist. Im Mittelpunkt steht die Piazza Dante, über welche das Castello Ginami wacht, dessen markantes Profil von der jahrhundertelangen Geschichte der Region zeugt.
Ganz in der Nähe verleiht die Loggia des Palazzo Milesi dem Ort eine vornehme Note. Heute beherbergt sie das Rathaus, hat sich aber ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Jenseits des Zentrums prägen Waldwege und Bergpanoramen die Umgebung und bieten allen, die Ruhe und klare Alpenluft suchen, ein ideales Umfeld.
San Pellegrino Terme: Architektur der Belle Époque und Spa
San Pellegrino Terme befindet sich im Brembana-Tal und vereint Berglandschaft mit einer traditionsreichen Kurortgeschichte. Die Jugendstilgebäude der Stadt zeugen noch heute von ihrer Blütezeit in der Belle Époque, insbesondere das Grand Hotel und das städtische Casino.
Auch heute noch steht das Wohlbefinden im Mittelpunkt. Im QC Terme dreht sich der Alltag um Thermalbecken, Whirlpools und Dampfbäder, wobei die Architektur harmonisch in die umgebende Landschaft eingebettet ist.
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