Unternehmensgründung in Italien: Firmengründer müssen bis zu 86 bürokratische Schritte durchlaufen

Zusätzlich zu den bürokratischen Hürden können bis zu 20.000 Euro Kosten anfallen

Firmengründung in Italien
Firmengründung in Italien / Pixabay
3 März 2021, Redaktion

Wenn Sie überlegen, nach Italien auszuwandern und dort eine Firma zu gründen, sollten Sie sich gut über die verschiedenen Schritte informieren, die Sie zur Gründung eines Unternehmens in Italien befolgen müssen. Die Bürokratie in Italien ist bekannterweise etwas träge und wenn es um die Firmengründung geht, sieht dies nicht viel anders aus. Wer sich in Italien mit einer Geschäftsidee selbstständig machen möchte, muss bis zu 86 verschiedene Schritte durchlaufen, was teilweise auch mit hohen Kosten verbunden ist. Mit Hilfe von askanews werfen wir einen Blick auf die Bürokratie, die mit der Firmengründung in Italien verbunden ist.

„Es sind viel zu viele bürokratische Formalitäten erforderlich, um ein Unternehmen in Italien zu gründen. Wie vom italienischen Beobachtungszentrum CNA angegeben, müssen Sie sich mit langen, komplexen und teuren Verfahren befassen, um eine Firma in Italien zu gründen: bis zu 86 bürokratische Schritte und fast 20.000 Euro Ausgaben.“ Zu diesem Schluss kommen askanews, die auch einige Beispiele dafür nennen, wie dieser Prozess je nach Geschäftsidee aussieht. Wenn Sie eine Autowerkstatt eröffnen möchten, müssen Sie für die Gründung Ihrer Firma 86 Formalitäten durchlaufen, deren Kosten sich auf fast 19.000 Euro belaufen. Bei selbstständigen Tischlern sieht es ähnlich aus: 78 Schritte und 19.700 Euro Kosten. Eisdielen sind mit 73 Formalitäten etwas besser dran, während Friseure es mit nur 65 zu erledigenden Formalitäten und einer Gebühr von 17.500 Euro im Vergleich recht einfach haben.

Dies sind nur einige der Tatsachen, die von der Beobachtungsstelle festgestellt wurden. In ihrem Bericht hält sie fest, dass die langen, komplexen und kostspieligen Verfahren für die Gründung einer Firma in Italien eine erhebliche Bremse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellen. Vor dem parlamentarischen Vereinfachungsausschuss erinnerte Stefania Milo, Vizepräsidentin der CNA, daran, dass der Verband seit langem den „Kampf gegen die schlechte Bürokratie“ fordere und es in den letzten Jahren nicht an guten Absichten der Gesetzgeber mangele, den Verwaltungsapparat zu rationalisieren und zu vereinfachen.

„Trotz der Bemühungen des Parlaments scheinen die Modernisierungsmaßnahmen immer noch unzureichend zu sein. Es bestehen weiterhin Inkonsistenzen, insbesondere aufgrund der Verflechtung der regulatorischen Kompetenzen“, die zu Überschneidungen und Verzögerungen bei der Gründung eines Unternehmens in Italien führen.

Die Vizepräsidentin betonte auch die Notwendigkeit, „eine Überprüfung der an den wichtigsten Verwaltungsinstrumenten vorgenommenen Anpassungen vorzunehmen“. Die Corona-Pandemie und das Maßnahmenpaket Italiens bieten eine einzigartige Gelegenheit, die notwendigen Investitionen in Digitalisierung, Innovation und menschliches Kapital zu tätigen, um die öffentliche Verwaltung zu modernisieren. Milo fügt hinzu, dass es „von grundlegender Bedeutung ist, die Effizienz der öffentlichen Verwaltung zu gewährleisten, um den Neustart der Wirtschaft in Italien zu begleiten und zu fördern“.

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