Italien ist nicht das einzige europäische Land, in dem sich die Besteuerung von Immobilien auf die finanzielle Situation der Haushalte auswirkt. Allerdings werden im Land des Stiefels nicht die höchsten Steuern fällig.
Das Statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, hat einen Bericht über die Steuern in den Mitgliedstaaten der EU veröffentlicht, aus dem interessante Daten hervorgehen. Die Studie untersucht sowohl so genannte „wiederkehrende“ Steuern (Grundsteuer – IMU) als auch andere Vermögenssteuern (z. B. auf Übertragungen).
Das Ergebnis: Frankreich in der Rangliste der Länger mit der höchsten Steuerbelastung bei Wohneigentum vorn. Hier werden 4,9% an Steuern fällig. Es folgen Großbritannien (3,1%), Belgien (3,6%), Griechenland (3,3%), Spanien (2,7%) und Dänemark (2,4%).
Und Italien? Das Land des Stiefels liegt mit 2,3% auf Platz sieben, vor Portugal und Polen. Damit liegt die Steuerbelastung für Immobilienbesitzer in Italien unter dem europäischen Durchschnitt von 2,6%. Die Länder mit geringeren Einwohnerzahlen und somit begrenzten staatlichen und sozialen Ausgaben wie Estland, Litauen, Slowenien und Ungarn liegen sogar unter 1%.
Generell weist Eurostat auch darauf hin, dass die Besteuerung von Immobilien nach wie vor ein sehr wichtiger Bestandteil der Steuerabgaben in Europa ist. Im Durchschnitt stiegen sie von 2,2% im Jahr 2005 auf 2,6% im Jahr 2017. In Italien macht die Immobilienbesteuerung derzeit 5,9% des BIP aus, während sie in Frankreich sogar über 10% liegt (obwohl die französische Regierung kürzlich angekündigt hat, die Besteuerung des Hauptwohnsitzes ab 2020 abzuschaffen).
Originalartikel: Casa, crescono le tasse. Ma più italiani comprano all’estero (Il sole 24 ore)


