Neapel ist weltberühmt für Geschichte, Kultur und außergewöhnlichen Monumente. Doch der authentische Charakter der Stadt offenbart sich erst abseits der klassischen Touristenpfade. Von atemberaubenden Aussichtspunkten bis hin zu geheimen unterirdischen Gängen – diese weniger bekannten Orte zeigen ein anderes Neapel, das selbst erfahrene Besucher immer wieder aufs Neue überrascht.
Wer ein die ungewöhnliche Seite von Neapel entdecken möchte, sollte diese acht Orte unbedingt auf seiner Reiseroute haben.
- Palazzo Mannajuolo: Jugendstil und atemberaubende Treppe
- Aussichtspunkt auf dem Monte Echia: Einer der besten Panoramablicke Neapels
- Bourbon-Tunnel: Das verborgene unterirdische Neapel
- Archäologischer Park Pausilypon: Antike Ruinen mit Meerblick
- Friedhof Fontanelle: Neapels stimmungsvollstes Beinhaus
- Pignatelli-Museum: Ein Blick in eine Adelsresidenz
- Pedamentina di San Martino: Die malerische historische Treppe
- Baia Unterwasserpark: Die versunkene römische Stadt
- Leben in Neapel: Warum ziehen immer mehr Menschen in die Stadt?
Palazzo Mannajuolo: Jugendstil und atemberaubende Treppe
Ein absolutes Muss im Stadtteil Chiaia ist der Palazzo Mannajuolo, eines der elegantesten Jugendstilgebäude der Stadt. Die spektakuläre Wendeltreppe des Palazzo ist eine beliebte Attraktionen bei Architekturliebhabern und Fotografen gleichermaßen.
Der Palast liegt an der Via Filangieri zwischen der Piazza Amedeo und der Via dei Mille und ist bequem zu Fuß von der Metrostation Piazza Amedeo (Linie 2) oder nach einem kurzen Aufstieg von der Piazza del Plebiscito aus zu erreichen. Nutzen Sie Ihren Besuch, um durch das Viertel Chiaia zu schlendern, das für seine Boutiquen, historischen Cafés und sein elegantes Ambiente bekannt ist.
Aussichtspunkt auf dem Monte Echia: Einer der besten Panoramablicke Neapels
Dank seiner einzigartigen Geografie bietet Neapel unzählige malerische Aussichtspunkte. Zu den beeindruckendsten zählt der Belvedere auf dem Monte Echia, von dem aus man Castel dell'Ovo, die Bucht von Neapel, den Vesuv und Posillipo in einem einzigen Panoramablick bewundern kann.
Der Aussichtspunkt liegt im Stadtteil Pizzofalcone und ist von der Via Chiatamone oder der Piazza del Plebiscito aus bequem zu Fuß erreichbar. Ein praktischer Aufzug bringt die Besucher nach oben und macht das Erlebnis so für alle zugänglich.
Bourbon-Tunnel: Das verborgene unterirdische Neapel
Neapel ist unter der Erde genauso faszinierend wie über der Erde. Der Bourbon-Tunnel ist ein bemerkenswertes Netzwerk aus Tunneln und Zisternen, das im 19. Jahrhundert in den Tuffstein gehauen wurde. Ursprünglich waren die Tunnel als Verbindung zwischen dem Königspalast und den Militärkasernen sowie als Fluchtweg für die königliche Familie gedacht, dienten jedoch später im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker.
Heute können die Tunnel im Rahmen von Führungen besichtigt werden, die für unterschiedliche Interessen und Fitnesslevel geeignet sind. Sie befinden sich im Stadtzentrum und haben mehrere Eingänge, etwa an der Via Domenico Morelli und an der Via Vico del Grottone, in der Nähe der Piazza del Plebiscito.
Archäologischer Park Pausilypon: Antike Ruinen mit Meerblick
Einige der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Neapels liegen direkt vor den Augen der Besucher verborgen. Der Archäologische Park Pausilypon in der Nähe des Parco Virgiliano zählt zu den faszinierendsten historischen Gebieten der Stadt.
Der Zugang erfolgt über die Grotta di Seiano, einem beeindruckenden römischen Tunnel, der durch den Tuffstein gehauen wurde und Coroglio mit der archäologischen Anlage verbindet. Im Park können Besucher ein antikes Theater, Panoramaterrassen, römische Mosaikwände und weite Ausblicke auf das Meer und die Insel Nisida entdecken. Die Besichtigungen finden in der Regel mit Führung statt, daher empfiehlt es sich, die Besuchszeiten im Voraus zu überprüfen.
Friedhof Fontanelle: Neapels stimmungsvollstes Beinhaus
Der Friedhof Fontanelle bietet eines der eindrucksvollsten Kulturerlebnisse in Neapel. Dieses riesige, in Tuffstein gehauene Beinhaus beherbergt die Gebeine Tausender Menschen, die sich über die Jahrhunderte angesammelt haben.
Das Besondere an diesem Ort ist der traditionelle Kult der „Anime pezzentelle“, bei dem die Einheimischen symbolisch einen Schädel „adoptierten“ und für dessen Seele beteten, um im Gegenzug Schutz zu erhalten. Der Friedhof befindet sich im Stadtteil Sanità und ist zu Fuß von der Piazza Cavour oder der Via Foria aus oder mit dem Bus bis zur Via Fontanelle erreichbar.
Pignatelli-Museum: Ein Blick in eine Adelsresidenz
Die Villa Pignatelli ist nicht nur ein Museum, sondern ein historisches Wohnhaus inmitten eines eleganten Gartens an der Küste der Riviera di Chiaia.
Im Inneren können Sie Empfangsräume, Privatappartements, Kunstsammlungen und Fotografien erkunden, welche die Geschichte der Familie Pignatelli zwischen dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert erzählen. Die Villa ist bequem mit der Metro erreichbar (Stationen Piazza Amedeo oder Mergellina der Linie 2, San Pasquale der Linie 6) und bietet regelmäßig Wechselausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.
Pedamentina di San Martino: Die malerische historische Treppe
Die Pedamentina di San Martino ist ein historischer Treppenweg, der den Vomero-Hügel mit der Altstadt von Neapel verbindet. Der Weg wird mit einem atemberaubenden Panoramablick über die Stadt belohnt, vor der Kulisse des Vesuvs und des Mittelmeers.
Der obere Eingang befindet sich in der Nähe der Kartause und des Museums von San Martino und Castel Sant'Elmo. Sie erreichen ihn mit der Standseilbahn (Haltestellen Montesanto, Chiaia oder Centrale) oder mit der Metrolinie 1 bis Vanvitelli, von wo aus es nur noch ein kurzer Fußweg ist.
Baia Unterwasserpark: Die versunkene römische Stadt
Unmittelbar vor den Toren Neapels, in der Gegend der Campi Flegrei, befindet sich eine der außergewöhnlichsten archäologischen Stätten Italiens: der Unterwasserpark Baia.
Hier liegen die Überreste einer antiken römischen Stadt unter dem Meer, die im Laufe der Zeit aufgrund von Bradyseismus versunken ist. Die Stätte befindet sich in den Phlegräischen Feldern westlich von Neapel und kann mit dem Cumana-Zug, mit dem Auto oder mit Taxis erreicht werden. Besucher können die Ruinen mit einem Glasbodenboot erkunden oder mit entsprechender Tauchlizenz erkunden.
Leben in Neapel: Warum ziehen immer mehr Menschen in die Stadt?
Neapel hat in den letzten Jahren dank des milden Klimas, der lebendigen Kulturszene und des vergleichsweise erschwinglichen Lebensstils immer mehr junge Berufstätige, Kreative und Home-Office-Mitarbeiter angezogen.
Mit Musik, Theater, Straßenkunst, Festivals, Co-working-Spaces und Stadterneuerungsprojekten bietet die Stadt immer mehr Möglichkeiten für alle, die einen Umzug erwägen.
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