Die EU führt eine „Europa-Rente“ für junge Expatriates ein

Rentenvorsorge für junge Menschen, die im Ausland arbeiten oder studieren / Gtres
Rentenvorsorge für junge Menschen, die im Ausland arbeiten oder studieren / Gtres
7 Mai 2019, Redaktion

Immer mehr junge Menschen arbeiten oder studieren im Ausland. Damit ihre Rentenansprüche nicht verloren gehen und korrekt zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union übertragen werden können, hat die EU eine flexible Zusatzrente entworfen.

Diese Rente heißt PEPP (Pan-European Pension Product, d. h. europaweites privates Altersvorsorgeprodukt) und wurde bereits als „Erasmus der Renten“ getauft. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Sozialversicherungsprodukt, das den Zugang zu einer Rente zu vorteilhaften steuerlichen Bedingungen ermöglicht, die außerdem auf alle EU-Länder übertragen werden kann.

Die Diskussion um eine Vereinheitlichung der Rente und um Altersarmut vorzubeugen begann bereits 2017. Die Initiative soll 2021 in Kraft treten und zusätzliche Einsparungen von rund 700 Milliarden Euro ermöglichen. 11,3 Millionen Europäer im erwerbsfähigen Alter, die in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem Staatsbürgerschaftsland wohnen, und etwa 1,3 Millionen Bürger, die in einem anderen europäischen Land als ihrem Wohnsitzland arbeiten, werden Zugang zur PEPP haben.

Die PEPP wird von Banken, Versicherungen, Investmentfonds, Pensionsfonds oder auch alternativen Fonds vermittelt. Sie wird den Sparern ermöglichen, den anfänglichen Pensionsplan, der zum Auswanderungszeitpunkt mit einem Vermittler abgeschlossen wurde, beizubehalten.

Die Vereinheitlichung der vertraglichen Regelungen bei jedem Wohnsitzwechsel liegt bei den Vermittlern, die die Dienstleistung anbieten, und nicht beim Kunden. Die EU hat eine Grundsicherung der PEPP festgelegt, die das angelegte Kapital absichert oder anderweitige finanzielle Strategien zu dessen Absicherung vorsieht.

Der Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments hat die Verordnung über die PEPP akzeptiert, auch wenn der Entwurf noch der förmlichen Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates erfordert. Die Einigung wurde jedoch bereits am Ende einer Verhandlung erzielt, die am 26. Februar vom Wirtschaftsausschuss des Parlaments mit 25 Ja-Stimmen (einschließlich Italien), 4 Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen ratifiziert wurde.

Originalartikel: Pepp: l’Ue lancia la pensione portabile per i millennials (Wall street italia)

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