Einreisebestimmungen für Hunde in Italien

Welche Einreisebestimmungen gelten für Hunde in Italien? / Gtres
Welche Einreisebestimmungen gelten für Hunde in Italien? / Gtres
5 November 2018, Redaktion

Allgemein bietet Italien dank der vielen Auslaufmöglichkeiten in freier Natur ideale Bedingungen für Ferien mit dem Hund. Doch wenn im Urlaub alles rund laufen soll, sollten Sie sich im Vorfeld über die Einreisebestimmungen für Hunde in Italien sowie die allgemeine Akzeptanz von Hunden informieren. Generell herrscht in diesem Bereich ein starkes Nord-Süd-Gefälle.

Im Süden sind Hunde in Ferienwohnungen, Hotels und Restaurants während der Hauptsaison nicht willkommen. Dies muss aber kein Nachteil sein, da es dort im Sommer besonders heiß wird und Ihr Vierbeiner dort nur unnötig leiden würde. Für einen Sommerurlaub bieten sich die kühleren Gegenden im Norden des Landes an.

Allgemeine Bestimmungen für die Einreise mit Hunden

Für die Einreise mit Hunden nach Italien gelten die einheitlich formulierten Bestimmungen der EU:

  • Sie müssen einen gültigen EU-Heimtierausweis mitführen.
  • Ihr Hund muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein (oder mit einer Tätowierung, die vor dem 3. Juli 2011 vorgenommen wurde und eindeutig lesbar ist).
  • Ihr Hund muss zum Zeitpunkt der Erstimpfung gegen Tollwut mindestens 12 Wochen alt sein und die Impfung von einem autorisierten Tierarzt verabreicht werden. Die Gültigkeitsdauer der Impfung reicht bis zum Ende der vom Hersteller angegebenen Impfschutzdauer (in der Regal 1 Jahr). Dies gilt auch im Falle von Wiederholungsimpfungen. Eine Wiederholungsimpfung gilt als Erstimpfung, wenn sie nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer erfolgt. Außerdem muss der Hund bei der Erstimpfung bereits eindeutig anhand eines Mikrochips gekennzeichnet sein.
  • Bei einer Erstimpfung darf Ihre Einreise nach Italien erst frühestens 21 Tage nach Abschluss des vom Hersteller für die Erstimpfung empfohlenen Impfprotokolls erfolgen.

Mit dem Hund am Strand

Die meisten öffentlichen Strände, vor allem in den Touristenhochburgen, sind für Hunde in Italien tabu. Weichen Sie am besten auf einen unbewirtschafteten Strand aus, wenn Sie auf das Baden nicht verzichten möchten, oder suchen Sie sich einen speziellen „Hundestrand“ auf. Manchmal kann man auch Glück haben, wenn Sie vor Ort einfach nachfragen, ob ein gut erzogener Hund eventuell doch mit an den Strand darf. Lassen Sie Ihren Hund auf keinen Fall im Auto. Dort würde er durch die sich entwickelnden hohen Temperaturen unweigerlich in Lebensgefahr geraten.

Transport des Hundes

Bei vielen Fluglinien können auch größere Hunde Sie auf Ihrem Flug in den Urlaub begleiten. Größere Hunde werden in tiergerechten Containern in einem klimatisierten Abschnitt des Frachtraums transportiert. Die Tiermitnahme muss vorher angemeldet und bezahlt werden. Leider werden beim Ein- und Ausladen die Tierboxen mitunter wie Koffer behandelt, und es wird keine besondere Rücksicht auf die Lebewesen genommen.

Kleine Hunde bis zu 8 kg können in der Kabine transportiert werden, wenn Sie dies vorher entsprechend anmelden und bezahlen. Dazu benötigen Sie eine entsprechende Transportbox, die den Vorgaben der jeweiligen Fluglinie entsprechen muss. Ihr Vierbeiner fliegt dann unter dem Sitz Ihres Vordermannes mit. Während des Fluges darf er auf keinen Fall aus der Transportbox genommen werden und sollte sich ansonsten auch ruhig verhalten und andere Passagiere nicht belästigen.

Was ist sonst noch zu beachten?

  • Sie dürfen maximal 5 Hunde mitnehmen.
  • Hunde, die jünger als 15 Wochen sind, dürfen nicht nach Italien einreisen.
  • Für die Einreise aus Nicht-EU-Ländern und Drittstaaten nach Italien gelten gesonderte Regelungen, die bei der italienischen Botschaft des jeweiligen Landes erfragt werden können.
  • In Italien gilt eine allgemeine Leinen- und Maulkorbpflicht. Die Leine darf dabei maximal 1,5 Meter lang sein. Den Maulkorb sollten Sie zumindest „zum Vorzeigen“ mitführen, auch wenn er nicht überall angelegt werden muss.
  • In Südeuropa sind einige Krankheiten weit verbreitet, die für Ihren Hund sehr gefährlich werden könnten, wie z. B. Leishmaniose. Sprechen Sie vor Ihrer Abreise mit Ihrem Tierarzt, um Ihren Hund dementsprechend durch Impfungen oder Zeckenschutz zu schützen.
  • In italienischen Restaurants sind Hunde generell nicht gerne gesehen, wobei dies jedoch auch von der Größe und vom Verhalten des Hundes abhängt.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Sie eine Transportbox oder einen Maulkorb mitführen. Hunde zahlen meist den halben Preis.
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