Mailand
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Der italienische Wohnimmobilienmarkt beendet das Jahr 2025 mit einem starken Ergebnis. Laut dem jüngsten Quartalsbericht des Immobilienobservatoriums (OMI) der Agenzia delle Entrate stiegen die Immobilienverkäufe im dritten Quartal des Jahres um 8,5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024. Dies bestätigt die positive Dynamik, die sich im Laufe des Jahres fortgesetzt hat. Zwischen Juli und September wechselten landesweit rund 175.000 Wohnimmobilien den Besitzer.

Landesweiter Anstieg der Transaktionen

Das Wachstum war breit angelegt, wobei sowohl Großstädte als auch Kleinstädte höhere Verkaufszahlen verzeichneten. In den Provinzhauptstädten stiegen die Transaktionen um 7,3 %, während kleinere Gemeinden mit einem Anstieg von 9 % sogar noch besser abschnitten. Das stärkste Wachstum wurde in Nordwestitalien und auf den Inseln (+9,5 %) beobachtet, gefolgt vom Nordosten (+8,5 %) und den zentralen Regionen (+8,3 %). Süditalien verzeichnete einen moderateren Anstieg von 6,3 %.

Erstkäufer von Eigenheimen und ein Anstieg der Hypothekennutzung

Erstkäufer hatten weiterhin einen bedeutenden Anteil am Markt. Über 73 % der Käufe profitierten von der italienischen Steuervergünstigung beim Kauf von Erstwohnungen – ein höherer Anteil als in den Vorquartalen. Auch die Käufe mit Hypothekenfinanzierung nahmen zu und machten 47 % aller Transaktionen aus – über drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung erfolgte trotz steigender Zinssätze, die einen Durchschnitt von 3,35 % erreicht haben.

Neubauwohnungen: Ein kontrastreiches Bild

Neubauimmobilien machten rund 6 % aller Wohnimmobilienverkäufe aus – ein deutlicher Rückgang von 9,6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024. Im Gegensatz dazu blieb die Nachfrage nach Bestandsimmobilien robust, wobei die Transaktionen um 10 % zunahmen.

Italiens größte Städte: Mailand ist führend

Die größten Städte Italiens spiegelten im Allgemeinen den nationalen Aufwärtstrend wider, mit einem Gesamtumsatzplus von 6,2 %. Mailand ragte dabei als stärkste Stadt heraus und verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg von 12 %, womit sie ihre Position als einer der dynamischsten Immobilienmärkte des Landes bestätigte. Palermo folgte mit einem Plus von 8,5 %.
Rom (+6,4 %), Turin (+6,5 %) und Neapel (+6 %) verzeichneten allesamt ein solides Wachstum, während Genua stabil blieb (+0,2 %). Bologna und Florenz waren die einzigen Städte, die einen leichten Rückgang verzeichneten.

Rom verzeichnete den höchsten Anteil an Käufen von Erstwohnungen mit Förderprogrammen (+85%), während Mailand den größten Anteil an Neubaukäufen aufwies (9,5 %).