Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bestätigt, dass die Zinssätze unverändert bleiben: Der Einlagenzinssatz bleibt bei 2 %, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 % und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,40 %. Für alle, die den Kauf einer Immobilie in Italien erwägen, bietet dies ein stabiles Finanzierungsumfeld in 2026. Doch wie werden sich die festen und variablen Hypothekenzinsen entwickeln, und was bedeutet das für Käufer? Fabio Femiani von idealista/mutui erläutert die Prognosen.
Warum die EZB die Zinsen beibehalten hat
„Der EZB-Rat hat beschlossen, die drei Leitzinsen unverändert zu belassen“, so die EZB. Die Inflation dürfte sich mittelfristig bei etwa 2 % stabilisieren. Prognosen für 2026 gehen von einer Gesamtinflation von 1,9 % und einer Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) von 2,2 % aus. Die italienische Wirtschaft verzeichnet ein stetiges, moderates Wachstum von rund 1,2 % im Jahr 2026 und bietet damit eine solide Grundlage für Immobilienkäufer.
Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer in Italien
Fabio Femiani von idealista/mutui erklärt:
„Die Banken passen die Kreditkonditionen geringfügig nach oben an, die monatlichen Rückzahlungsraten bleiben jedoch überschaubar. Die Nachfrage nach Hypotheken ist nach wie vor hoch, und die Kreditgeber bieten weiterhin neue Kredite an. Kreditnehmer mit variabel oder gemischt verzinsten Hypotheken, deren Festzinsperiode bald ausläuft, können nun vorhersehbarere Alternativen in Betracht ziehen.“
Ausländische Käufer sollten zudem beachten, dass dieses stabile Umfeld die Planung langfristiger Immobilieninvestitionen in Italien erleichtert, da die Kreditkosten weniger anfällig für plötzliche Sprünge sind.
Hypotheken in Italien im Jahr 2026
„Die italienische Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig“, sagt Femiani. „Die Inflation lässt nach, die Haushalte gewinnen allmählich an Kaufkraft zurück, und das Bankensystem ist stabil. Für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 1 % erwartet. Der Wohnungsmarkt, der sich 2025 stabilisiert hat, kann nun von niedrigeren Kreditkosten profitieren.“
Feste vs. variable Zinssätze in Italien:
- Es wird erwartet, dass sich die variablen Zinssätze (Euribor) bei zwischen 2,50 % und 2,90 % einpendeln werden, wodurch sie zu Beginn des Rückzahlungszeitraums attraktiv sind.
- Die festen Zinssätze (IRS) werden sich zwar verbessern, aber aufgrund der italienischen Staatsverschuldung und der Zurückhaltung der Anleger weiterhin bei zwischen 3,00 % und 3,40 % liegen. Käufer sollten die Vorteile aller Optionen sorgfältig abwägen.
Nachfrage und Immobilienpreise
„Das Jahr 2026 wird für Immobilienkäufer in Italien ein Jahr der fundierten Entscheidungen sein“, ergänzt Femiani. „Es wird ein Anstieg des Hypothekenvolumens erwartet, was auf Vertrauen hindeutet. Die Immobilienpreise werden landesweit weiterhin selektiv um 2–3 % steigen. Energieeffiziente Häuser (entsprechend der italienischen Richtlinie für nachhaltiges Bauen) werden das stärkste Wachstum verzeichnen, während ältere Immobilien Chancen für Renovierung und Investition bieten. Für idealista/mutui ist 2026 nicht nur ein Jahr der Erholung, sondern der Beginn eines reiferen, zugänglicheren und nachhaltigeren italienischen Immobilienmarktes.“
EZB-Sitzungstermine im Jahr 2026
Ausländische Käufer und Investoren sollten diese EZB-Termine im Auge behalten, da geldpolitische Aktualisierungen an diesen Tagen die Kreditkosten beeinflussen könnten:
- 5. Februar
- 19. März
- 30. April
- 11. Juni
- 23. Juli
- 10. September
- 29. Oktober
- 17. Dezember