Zu den häufigsten Fragen beim Kauf oder Verkauf von Immobilien in Italien zählt jene nach der Maklerprovision. Zu wissen, wer diese bezahlt und wie hoch sie ausfällt, ist unerlässlich für die Budgetplanung Ihrer Immobilientransaktion und um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Was sind Maklergebühren in Italien?
Bei Maklerprovisionen in Italien (Italienisch: „Provvigioni “) handelt es sich um Gebühren, die Immobilienmakler für die Vermittlung beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie erheben. Diese Provisionen werden üblicherweise als Prozentsatz des endgültigen Kaufpreises berechnet und im Vertrag zwischen Makler und Kunde vereinbart.
Anders als in manchen Ländern, in denen traditionell der Verkäufer den Makler bezahlt, kann in Italien die Provision vom Käufer, vom Verkäufer oder von beiden gezahlt werden – je nach Situation und getroffener Vereinbarung.
Wer zahlt üblicherweise die Maklerprovision?
- Verkäufer zahlt Provision
In der Regel trägt der Verkäufer die Maklerprovision. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn der Makler exklusiv mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt wird. Die Maklergebühr wird bei Vertragsabschluss vom Verkaufserlös abgezogen. - Käufer zahlt Provision
In manchen Fällen, insbesondere wenn der Makler den Käufer vertritt, kann der Käufer die Provision zahlen. Diese Regelung ist in gefragten Gegenden oder bei Luxusimmobilien üblicher. - Aufteilung der Provision
Die Provision wird häufig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, insbesondere wenn beide Parteien die Dienste eines Maklers in Anspruch nehmen. Diese Aufteilung wird im Voraus vereinbart und vertraglich eindeutig festgehalten.
Wie hoch ist die Maklerprovision in Italien?
Die übliche Maklerprovision in Italien liegt in der Regel bei zwischen 2 % und 4 % des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer (üblicherweise 22 %). Der Prozentsatz kann jedoch je nach Region, Immobilientyp und Ruf des Maklers variieren.
- Wohnimmobilien: Üblich sind 3%–4% des Verkaufspreises.
- Luxus- oder High-End-Immobilien: Die Provisionen können etwas niedriger ausfallen oder verhandelbar sein.
- Gewerbeimmobilien: Je nach Komplexität können die Gebühren bei zwischen 2 % und 5 % liegen.
Wichtig zu beachten ist, dass die Provision verhandelbar ist, und es ist ratsam, dies mit Ihrem Makler zu besprechen, bevor Sie etwaige Verträge unterzeichnen.
Wann wird die Provision ausgezahlt?
Die Provision wird üblicherweise nach Abschluss des Verkaufs und der offiziellen Eigentumsübertragung fällig. Eine Vorauszahlung an den Makler ist unüblich, obwohl manche Makler für exklusive Dienstleistungen eine kleine Anzahlung verlangen.
Tipps für Käufer und Verkäufer
- Klären Sie vorab, wer zahlt: Stellen Sie stets sicher, dass die Provisionsregelung im Vertrag eindeutig festgelegt ist.
- Vergleichen Sie Makler: Verschiedene Immobilienagenturen bieten möglicherweise unterschiedliche Preise und Leistungen an.
- Verhandeln Sie: Provisionen sind nicht gesetzlich festgelegt, daher besteht Verhandlungsspielraum, insbesondere bei hochwertigen Immobilien.
- Prüfen Sie die Mehrwertsteuer: Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, ob die angegebene Provision die Mehrwertsteuer enthält.
Die Gebührenregelungen bei Immobilienmaklern in Italien mögen auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, doch wenn Sie wissen, wer wie viel zahlt, können Sie beruhigt sein und Ihre Immobilientransaktion optimal planen. Ob Sie nun eine charmante Wohnung in Rom, eine Villa in der Toskana oder ein Küstengrundstück in Sizilien erwerben – die Provisionsregeln zu kennen, sorgt für einen reibungsloseren und transparenteren Ablauf.