Die Zukunft des Tourismus und des Gastgewerbes in Italien nach COVID-19

Tourismus in Italien nach der Corona-Pandemie
Tourismus in Italien nach der Corona-Pandemie
15 Juli 2021, Redaktion

Der Tourismus- und Gastgewerbesektor gehört zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, mit Auswirkungen, die auch andere Sektoren der Wirtschaft betreffen. Im Jahr 2020 wurde in Italien ein Besucherrückgang von 60% im Vergleich zu 2019 verzeichnet. Mit Hilfe von Deloitte werfen wir einen genaueren Blick auf die Zukunft des Tourismus und des Gastgewerbes in Italien nach COVID-19.

Laut Deloitte wurden in Italien 2020 70 Millionen Besucher weniger als im Vorjahr registriert, zusätzlich zu einem Rückgang der von Touristen in Italien reservierten Übernachtungen um rund 224 Millionen. Dies entspricht einem Gesamtschaden von 95 Milliarden Euro. Die internationalen Besucher gingen um 71% zurück, während der Binnentourismus um 46% schrumpfte.

Betrachtet man die ersten Zahlen für 2021, erweist sich die Lage noch immer als schwierig und hat sich nicht wesentlich verbessert: Im Vergleich zum Februar 2020, als das Reisen noch erlaubt war, sind die Ausgaben ausländischer Reisender in Italien um 79% gesunken (357 Millionen Euro), während die Ausgaben der Italiener auf Reisen um 69,5% (430 Millionen Euro) zurückgingen.

Tourismusprognose in Italien 2021-2024

Momentan lassen sich verschiedene Hypothesen darüber formulieren, wann die tatsächliche Erholung des Tourismussektors in Italien und in ganz Europa stattfinden wird. Eine Erholung würde eine Rückkehr zu vergleichbaren Werten wie 2019 bedeuten, für den Inlandsmarkt dürfte die Trendwende jedoch nicht vor 2023 erfolgen, während für den internationalen Markt von 2024 die Rede ist.

„Diese Prognosen für den Tourismus- und Gastgewerbesektor wurden Ende 2020 vor Beginn der Impfkampagne gemacht“, kommentiert Tommaso Stranieri, Hospitality Leader bei Deloitte. „Hoffentlich wird die Wirksamkeit des Impfstoffs die Ergebnisse des Sektors bereits 2021 verbessern. Die Erholungsphase für das Gastgewerbe insgesamt wird jedoch länger dauern als für andere von der Pandemie betroffene Branchen. Es ist wichtig, dass alle Akteure im Tourismus-Ökosystem diese Übergangszeit nutzen, um sich auf die neue Phase des Wohlstands vorzubereiten, Investitionen unterschiedlicher Art zu tätigen, um ihr Angebot zu verbessern und bereit zu sind, Reisende in der Zukunft willkommen zu heißen.

Tourismus der Zukunft: Mietwagen und Ferienhäuser

Während die Reiselust unverändert geblieben ist, haben sich die Wünsche und Bedürfnisse der Touristen verändert. Die Vorlieben für Urlaubsziele haben sich geändert, mit einer verstärkten Suche nach sogenannten sekundären Reisezielen zum Nachteil traditionellerer Reiseziele wie großen Kunststädten wie Rom, Venedig und Florenz. Darüber hinaus ist auch das gewünschte Verkehrsmittel unterschiedlich, mit einer Zunahme der Nachfrage nach Mietwagen zu Lasten der traditionellen Billigflüge. Entsprechend unterschiedlich ist auch die Art der Unterkunft, die Touristen suchen: Das Interesse an Ferienhäusern statt Hotels wächst.

Im Moment bleibt eine der Prioritäten der italienischen und ausländischen Touristen der Sicherheitsfaktor. Die Sorge um die eigene Gesundheit bleibt für 47% der Italiener und 57% der Ausländer ein relevantes Thema, und die Zahlen steigen bei der Sorge um die Gesundheit der Familienmitglieder: 61% für Italiener und 64% für Ausländer. Folglich gibt es immer noch viele Touristen, die sich in einem Hotel oder einem Flug nicht sicher fühlen: Von den Italienern geben nur 43% an, dass sie sich in einem Hotel sicher fühlen, während 32% sagen, dass das Fliegen sicher ist.

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