Im 2. Quartal 2025 ist das Anmieten einer Wohnung in Italien finanziell schwieriger geworden, während die Kosten für den Immobilienkauf mit einer Hypothek leicht gesunken sind.
Laut einer neuen Studie von idealista, dem führenden italienischen Immobilienportal, ist die durchschnittliche Belastungsquote – der Prozentsatz des Haushaltseinkommens, der für die Miete einer typischen Zweiraumwohnung erforderlich ist – von 30 % im 2. Quartal 2024 auf 31 % im 2. Quartal 2025 gestiegen. Im Gegensatz dazu ist die Belastungsquote beim Kauf von Wohnimmobilien im gleichen Zeitraum von 20 % auf 17 % gesunken.
- Mieten in Italien: Höchste und niedrigste Belastungsquoten
- Jährliche Veränderungen bei der Bezahlbarkeit von Mieten
- Immobilienkauf in Italien: Hypothekenzinsen sinken
- Hypothekentrends im Jahresvergleich
- Warum die Belastung für Käufer und Mieter wichtig ist
- Wichtige Erkenntnisse für internationale Käufer und Investoren
Mieten in Italien: Höchste und niedrigste Belastungsquoten
Massa bleibt für Mieter die teuerste Stadt Italiens, denn 57 Prozent des Haushaltseinkommens werden für die Miete aufgewendet. Dicht dahinter folgen die großen Ballungszentren:
- Mailand, Rom und Neapel – 38 %
- Venedig – 37 %
- Como – 36 %
- Florenz – 35 %
- Bozen – mit 31 % über dem Landesdurchschnitt
Zu den günstigsten Städten für Mieter zählen Cagliari (30 %), Terni, Biella, Ascoli Piceno, Asti und Avellino (14 %).
Jährliche Veränderungen bei der Bezahlbarkeit von Mieten
Im Jahresvergleich:
- Rückgang – 42 Städte, angeführt von Vicenza und Ravenna (-10 %), Latina und Rimini (-7 %) sowie Venedig (-5 %).
- Anstieg – 27 Städte, mit dem stärksten Anstieg in Massa (+10 %), Grosseto (+7 %) und Bozen (+5 %).
Auf Provinzebene überschreiten 23 Gebiete die von Experten empfohlene Belastungsschwelle von 31 %. Die teuersten Provinzen sind Belluno (60 % des Einkommens werden für die Miete ausgegeben) und Aosta (52 %), gefolgt von Mailand (43 %) und Rom (39 %).
Die günstigste Provinz ist Terni, wo für die Miete nur 12 % des Haushaltseinkommens aufgewendet wird.
Immobilienkauf in Italien: Hypothekenzinsen sinken
In Bezug auf den Immobilienkauf weist Bozen mit 35 % die höchste Hypothekenbelastungsquote unter den Landeshauptstädten auf, gefolgt von:
- Venedig – 34 %
- Mailand – 30 %
- Rimini – 28 %
- Neapel – 27 %
- Rom und Florenz – 26 %
Insgesamt 29 Provinzhauptstädte weisen Belastungsquoten auf, die über dem nationalen Durchschnitt von 17 % liegen. Am unteren Ende der Skala sticht Biella hervor, wo nur 6 % des Einkommens für die Tilgung von Hypotheken aufgewendet werden.
Hypothekentrends im Jahresvergleich
Die Bezahlbarkeit von Hypotheken verbesserte sich in 93 Provinzhauptstädten. Die stärksten Rückgänge wurden in folgenden Regionen verzeichnet:
- Barletta: -9 %
- Mailand und Venedig: -5 %
- Florenz: -4 %
- Bologna: -3 %
- Rom, Palermo, Turin und Cagliari: -2 %
Nur wenige Orte verzeichneten einen Anstieg, darunter Como (+2 %), Lucca, Brescia und Belluno (+1 %).
Auf Provinzebene liegt Bozen mit 37 % erneut an der Spitze, gefolgt von Savona, Imperia und Rimini (30 %). Weitere teure Provinzen sind Neapel (25 %), Venedig und Mailand (24 %), Florenz (23 %) und Rom (22 %).
Die günstigste Provinz für Käufer ist nach wie vor Biella, wo die Hypothekenraten nur 5 % des Haushaltseinkommens ausmachen.
Warum die Belastung für Käufer und Mieter wichtig ist
Die Belastungsquote misst, welcher Anteil des Nettoeinkommens eines Haushalts für Wohnkosten aufgewendet wird.
- Bei Mieten – Die Belastungsquote wird anhand der Jahresmiete einer typischen Zweiraum- oder Dreiraumwohnung im Vergleich zum durchschnittlichen Nettoeinkommen der Haushalte berechnet (laut ISTAT-Daten).
- Bei Käufen – Hier basiert die Belastungsquote auf den jährlichen Kosten einer „typischen“ Hypothek unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Zinssätze, Kreditlaufzeiten und Zinsdaten der EZB.
Dieser Indikator hilft sowohl inländischen als auch internationalen Immobiliensuchenden dabei, zu beurteilen, wo Wohnraum in Italien am erschwinglichsten ist.
Wichtige Erkenntnisse für internationale Käufer und Investoren
- In vielen italienischen Städten, insbesondere in touristischen Hotspots und stark nachgefragten Küstengebieten, steigt der Druck auf die Mietpreise.
- Der Kauf von Immobilien ist etwas erschwinglicher geworden, was größtenteils auf die Stabilisierung der Hypothekenzinsen zurückzuführen ist.
- Für Investoren können hohe Mietbelastungsquoten ein Zeichen für starke Mietrenditen sein, sie verdeutlichen aber auch die Herausforderungen in Bezug auf die Bezahlbarkeit durch die Mieter vor Ort.
Wenn Sie sich auf dem italienischen Immobilienmarkt im Jahr 2025 umsehen, sei es, um umzuziehen, zu investieren oder ein Ferienhaus zu erwerben, dann kann es sowohl für Ihre Rendite als auch für Ihre Lebensqualität von entscheidender Bedeutung sein, zu wissen, wo sich die besten Angebote befinden.