Laut der neuesten Studie von idealista, Italiens führendem Immobilienportal, geben italienische Haushalte einen erheblichen Teil ihres Einkommens für Wohnraum aus. Im vierten Quartal 2025 beliefen sich die Kosten für die Miete einer Dreizimmerwohnung im Durchschnitt auf 28 % des Haushaltseinkommens – ein leichter Rückgang gegenüber den 30 % Ende 2024. Der Anteil der Haushalte, die eine Immobilie über eine Hypothek erwerben, bleibt mit 18 % stabil.
Die teuersten Städte für Mieter
Neapel ist mit 42 % des Haushaltseinkommens, das für die Miete aufgewendet wird, die teuerste Stadt, gefolgt von Rom und Venedig (39 %), Massa (38 %), Mailand (37 %) und Florenz (34 %). Biella ist mit einer Aufwandsquote von nur 13 % des Einkommens die günstigste Stadt.
Immobilienkauf: Bozen, Venedig und Mailand führend
Für Immobilienkäufer ist Bozen mit einem Aufwand von 37 % des Einkommens die teuerste Stadt, gefolgt von Venedig (35 %) und Mailand (31 %). Sechs Städte entsprechen mit 18 % dem nationalen Durchschnitt in Bezug auf den Aufwand, während Biella mit 6 % am günstigsten ist.
Trends im Jahresvergleich
Die Mietaktivität stieg in 23 Städten, sank in 51 und blieb in 24 unverändert. Die größten Mietsteigerungen verzeichneten Massa und Arezzo (+4 %), während Florenz den stärksten Rückgang (-14 %) hinnehmen musste. Die Kaufaktivität sank in 68 Städten, stieg in 17 und blieb in 19 stabil.
Wie erfolgt die Berechnung?
Die Aufwandsquote misst den Anteil des Haushaltseinkommens, der für Wohnkosten aufgewendet wird. Bei Mietwohnungen basiert diese auf den typischen Mietpreisen für Dreiraumwohnungen laut idealista/data und dem Nettohaushaltseinkommen laut ISTAT. Bei Kaufimmobilien spiegelt die Aufwandsquote den jährlichen Einkommensanteil wider, der für eine Standardhypothek benötigt wird, aktualisiert um Zinsänderungen anhand von EZB-Daten.