Eine Kfz-Versicherung in Italien abschließen

Wie versichert man ein Auto in Italien? / Gtres
Wie versichert man ein Auto in Italien? / Gtres
25 November 2019, Tom Beck

Ganz gleich, ob Sie nach Italien auswandern und dabei nicht auf Ihr Auto verzichten möchten oder ob Sie vorhaben, sich ein Auto in Italien zu kaufen: Früher oder später müssen Sie eine Kfz-Versicherung in Italien abschließen.

Wie schließt man eine italienische Autoversicherung ab? Welche Deckungen bieten sie? Wie teuer ist eine Kfz-Versicherung in Italien? In diesem kurzen Leitfaden beantworten wir alle wichtigen Fragen zum Thema Kfz-Versicherung in Italien.

Deutsche Kfz-Versicherung in Italien

In Italien benötigen Sie mindestens eine Haftpflichtversicherung, um Schäden am Eigentum Dritter abzudecken. Autos, die aus einem EU-Land oder aus Ländern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, darunter Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, nach Italien importiert werden, sind in Italien automatisch über ihre im Ursprungsland bestehende Versicherung abgedeckt.

Es besteht auch die Möglichkeit, sich eine Grüne Versicherungskarte (Internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr) ausstellen zu lassen. Sie wird in allen Staaten der Europäischen Union anerkannt und bescheinigt den Versicherungsschutz des Autos. Die Grüne Versicherungskarte können Sie bei Abschluss der Versicherung oder im Nachhinein anfordern. Sie ist nicht Pflicht, kann aber bei etwaigen Problemen hilfreich sein.

Italienische Kfz-Versicherung

Wenn Sie sich länger als 12 Monate in Italien aufhalten, müssen Sie Ihr Auto ummelden, um es in Italien versichern zu können. Sie erhalten dann ein italienisches Kennzeichen und es ist einfacher, es bei einer italienischen Versicherungsgesellschaft zu versichern. Aufgrund der bestehenden EU-Gesetze müssen Sie Ihren deutschen Führerschein nicht gegen einen italienischen umtauschen. Er ist auch völlig ausreichend, um in Italien eine Kfz-Versicherung abzuschließen.

Ein Vorteil der Kfz-Versicherungen in Italien besteht darin, dass nicht der Fahrer, sondern das Auto versichert wird. Somit kann jeder, der über einen gültigen Führerschein verfügt, das versicherte Auto fahren, ohne dabei extra in die Versicherung mit aufgenommen werden zu müssen.

Ein Nachteil bei Kfz-Versicherungen in Italien liegt jedoch in der Tatsache, dass sie recht teuer sind. Die Versicherungen werden nach dem Malus-Bonus-System abgeschlossen. Dabei wird jeder Versicherungsnehmer auf einer Skala von CU 1 bis CU 18 bewertet, wobei CU 1 die günstigste Stufe ist. Die meisten neuen Fahrer in Italien werden automatisch als CU 14 eingeordnet und steigen dann, vorausgesetzt sie fahren unfallfrei, langsam auf. Für Ausländer, die ihr Auto in Italien versichern möchten, bedeutet dies jedoch, dass sie, selbst wenn sie 20 Jahre lang unfallfrei gefahren sind, zunächst als CU 14 eingestuft werden. Dies macht eine italienische Kfz-Versicherung sehr teuer. Und so ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Autos in Italien nur über die obligatorische Haftpflichtversicherung verfügen.

Welchen Versicherungsschutz gibt es in Italien?

Italienische Versicherer bieten verschiedene Versicherungsmodalitäten an:

  • Haftpflichtversicherung (Responsabilità Civile Terzi): Diese Versicherung deckt Schäden am Eigentum Dritter ab.
  • Unfallversicherung (Persona autovetture): Diese Modalität ist freiwillig und bietet Schutz bei Personenschäden.
  • Vollkaskoversicherung (Assecurazione Kasko): Die Vollkaskoversicherung deckt sämtliche Schäden am eigenen Fahrzeug und am Fahrzeug der Gegenpartei ab, ist aber in Italien sehr teuer.

Einige Versicherungsprämien können über 1.000 Euro betragen, selbst wenn Sie nur die obligatorische Haftpflichtversicherung abschließen. Daher empfiehlt es sich, sich direkt bei den Versicherern kundig zu machen und sämtliche Angebote zu vergleichen.

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