Ein Portal für die Eintreibung ausstehender Mieten

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Ein Portal für die Eintreibung ausstehender Mieten
1 August 2018, Redaktion

Ein Portal, um ausstehende Mieten einzutreiben, Zeit und Geld für Anwälte und Hausverwalter zu sparen und dabei noch rechtliche Verfahren zu vereinfachen? Ab heute gibt es dieses Portal: Legal24.online. Die Seite, die 24 Stunden am Tag auf allen mobilen Geräten verfügbar ist, entstand aus einer Idee von Tito Zanfagna und wurde von der MMM Group von Roberto Silva umgesetzt.

Unbezahlte Mieten: Ist die Krise schuld?

„Das Problem von unbezahlten Mieten ist überall gegenwärtig,“ erklärt der CEO von Legal24.online, Maurizio Melzi, in einem Interview mit idealista/news. „Es wird geschätzt, dass die Mietrückstände in Italien jährlich über 1,2 Milliarden Euro betragen. Und dabei handelt es sich um vorsichtige Schätzungen, die auf den Beschwerden der Eigentümer basieren, die in den letzten 12 Monaten mindestens einen Monat Mietrückstand zu beklagen hatten.“

Ist die Krise schuld? Nicht wirklich. Es sei eher das Gegenteil der Fall, so Melzi. Diejenigen, die am meisten unter der Krise leiden oder um ihre Existenz bangen, neigen dazu, überpünktlich zu bezahlen, aus Angst, ihr Dach über dem Kopf zu verlieren. „Wenn es häufig zu Zahlungsverzögerungen kommt,“ erklärt Melzi, „neigen die Mieter dazu, den Zeitpunkt für die Zahlung der Miete zu verschieben. Die Zahlungsunfähigkeit erleben sie als einen Zahlungsaufschub.“

Inkassoverfahren: Ein umständlicher Prozess leicht gemacht

Dies bedeutet eine Menge Unannehmlichkeiten für diejenigen, die die Mietschulden eintreiben müssen – hauptsächlich aufgrund der mangelnden Kommunikation zwischen dem Eigentümer, der die Gesetze nicht immer genau kennt, dem Hausverwalter, der die Kosten des Verfahrens vorstrecken muss, und dem Rechtsanwalt, der viel Zeit bei der Befolgung der gesetzlichen Verfahren, Mahnungen und der Eintreibung der Schulden verliert.

Legal24.online: So funktioniert das Portal

„Legal24.online wurde geschaffen, um Zeit und Geld zu sparen und die Übermittlung von offiziellen Daten und Kommunikationen so weit wie möglich zu automatisieren,“ erklärt Maurizio Melzi. „So funktioniert es: Der Hausverwalter registriert sich und erhält, nach Zahlung einer kleinen Gebühr (weniger als 30 Euro pro Verfahren), die elektronischen Zugangsdaten. Über das Portal gibt er die Informationen über die Eigentumswohnung und den im Zahlungsrückstand befindlichen Mieter ein. Sobald das Verfahren begonnen wurde, erhält ein Anwalt eine E-Mail und erstellt über das Portal anhand der übermittelten Daten automatisch das erste Mahnschreiben und versendet es an den säumigen Mieter. Sollte die Schuld nicht beglichen werden, wird automatisch die zweite Mahnung erstellt, ohne dass sich der Hausverwalter daran erinnern oder den Anwalt informieren muss. Sollte danach ebenfalls keine Zahlung erfolgen, leitet der Anwalt das Verfahren vor Gericht ein.“

Ein weiterer Vorteil dieses Service liegt darin, dass die anfängliche Gebühr, die der Hausverwalter entrichtet (und die normalerweise zu den Verwaltungsgebühren hinzugerechnet werden müsste), von La Scala übernommen wird, einem Inkassounternehmen, das an dem Projekt beteiligt ist.

Einfachere Mediation mit säumigen Mietern

„Es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein Vollstreckungsinstrument,“ stellt Melzi klar. „Über das Portal ist es möglich, einen Mediationsprozess zu starten, der oft nicht in Gang gesetzt wird, weil der Eigentümer direkt einen Anwalt konsultiert. Stattdessen kann automatisch der Kontakt mit dem säumigen Mieter hergestellt werden, um einen Schuldentilgungsplan mit ihm abzustimmen. Uns interessiert nicht, die rückständigen Mieter zu bestrafen, sondern durch ein innovatives Instrument die ausstehenden Mieten einzutreiben und somit zur Wirtschaft beizutragen. Ausstehende Mieten bedeuten Einkommensausfälle für Verwalter und Eigentümer. Außerdem vereinfachen wir den langen und mühsamen Prozess, er erspart den Hausverwaltern und Eigentümern viel Zeit und Sorgen. Verfahren, die normalerweise mindestens ein Jahr dauern, können wir auf bis zu drei Monate reduzieren. Die Anwälte verdienen weniger pro Fall (es wird nur eine kleine Gebühr fällig), aber auch für sie ist die Zeitersparnis unbezahlbar.“

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