Studentenwohnungen in Italien – ein vielversprechendes Geschäft

Studentenwohnungen in Italien sind eine vielversprechende Investitionsmöglichkeit / Gtres
Studentenwohnungen in Italien sind eine vielversprechende Investitionsmöglichkeit / Gtres
3 Januar 2019, Redaktion

Acht Millionen internationale Studenten werden im Rahmen von verschiedenen Austauschprogrammen im OECD-Raum bis 2025 nach Italien kommen: Wie kann das Land diese Welle junger Menschen nutzen, um ein Wohnungssystem für Studenten zu entwickeln? Diese Frage stellt der aktuelle Forschungsbericht von Jll mit dem Titel „Studentenwohnungen in Italien“.

Chinesische und indische Studenten kommen nach Italien

Die Zahl internationale Studenten, vor allem aus Indien und China, wird in den nächsten Jahren immer bedeutender werden und eine starke Nachfrage nach Studentenwohnungen schaffen. Laut Jll wird die Zahl der Studierenden, die 1990 bei 1,3 Millionen lag, bis 2025 auf 8 Millionen ansteigen und bis 2027 um weitere 60%.

Von Jahr zu Jahr gibt es mehr ausländische Studenten an italienischen Universitäten: In den letzten fünfzehn Jahren hat sich die Zahl ausländischer Studierenden, die in Italien eingeschrieben waren, verdoppelt. Im Studienjahr 2016/2017 wurden rund 100.000 ausländische Studenten registriert, zu denen über 22.000 Teilnehmer des Erasmus-Programms hinzukommen.

Gleichzeitig haben die Studiengänge, die auf Englisch angeboten werden, in ganz Europa zugenommen: 2009 gab es nur 55, im vergangenen Jahr waren es 2900. In Italien gab es im Studienjahr 2016/2017 339 englische Studiengänge.

Italienische Universitäten und Studentenwohnheime

Die steigende Zahl ausländischer Studenten ist für Italien durchaus interessant; die Universitäten zielen schon seit längerer Zeit mit gezielten Angeboten auf internationale Studenten ab und können außerdem niedrige Lebenshaltungskosten und relativ günstige Studiengebühren bei einem hochklassigen Bildungsangebot bieten. Die aktuelle Nachfrage nach Studentenwohnungen wird noch hauptsächlich durch die Eltern abgedeckt, wenn die Kinder am Wohnort studieren (75% der italienischen Studenten wohnt noch bei den Eltern, der höchste Prozentsatz in Europa). Die Wohnungen an anderen Studienorten befinden sich im Besitz von Privatpersonen, verschiedenen Einrichtungen und Verbänden.

Hier biete sich eine Chance für internationale Investoren: Bis heute stehen laut Jll rund 50.000 Betten zur Verfügung, denen eine potenzielle Nachfrage von über einer Million Studenten und jungen Arbeitnehmern entgegensteht. Das Wachstums- und Geschäftspotenzial dieser Branche ist daher interessanter denn je. In Italien liegt das Verhältnis zwischen der Verfügbarkeit von Wohnraum und der bestehenden Nachfrage unter 3%, während es in Großbritannien 34%, in Irland 15%, in Frankreich 11%, in Deutschland 9% und in den Niederlanden und Spanien 6% beträgt.

Studentenwohnheime in Italien bieten gute Renditen

Das Segment der Studentenwohnungen gilt als reife Anlageklasse, auch wenn es in Italien noch etwas beschränkt ist, da noch neue Projekte entwickelt werden. Im Jahr 2017 wurden im EMEA-Raum Investitionen im Wert von 6,9 ​​Milliarden Euro vorgenommen (+16% gegenüber dem Vorjahr), wobei der Großteil davon auf den britischen Markt entfällt, wo 83% des Investitionsvolumens angelegt wurden. Im Jahr 2017 machten die Studenten in Großbritannien 7% der gesamten Immobilieninvestitionen des Landes aus. In Europa hat diese Anlageklasse einen Marktanteil von durchschnittlich 3%. In Italien dagegen hat dieser Sektor mit einem Anteil von nur 0,1% am Gesamtinvestitionsvolumen noch viel Wachstumspotenzial. Allerdings sind die Nettorenditen sehr interessant: Laut Jll liegen sie zwischen 5,75% und 6,25%.

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