Ausländische Immobilienkäufer in Italien: Mailand wird aufgrund der Corona-Pandemie weniger international

Internationale Käufer in Mailand
Foto von Siavash auf Unsplash
16 Februar 2021, Redaktion

Im ersten Halbjahr 2020 waren Immobilienkäufer in Mailand von unterschiedlichen Kulturen und geografischen Herkunften geprägt, da ausländische Käufer weiterhin in Italien investierten. Dies geht aus Angaben des Studienbüros von Tecnocasa hervor, aus dessen Daten hervorgeht, woher die Käufer in der lombardischen Hauptstadt kommen. Trotz des anhaltenden ausländischen Interesses eine Immobilie in Mailand zu kaufen, sank der Anteil ausländischer Käufer: der Immobilienmarkt in Mailand ist während der Corona-Pandemie weniger international geworden.

Laut dem Agenturnetzwerk von Tecnocasa besaßen im ersten Halbjahr 2020 92% der Käufer von Immobilien in Mailand die italienische Staatsbürgerschaft. 8% der Käufer waren Ausländer aus der EU und dem EU-Ausland. Trotz des anhaltenden internationalen Interesses an Mailand als Investitionsstandort ist dies ein geringerer Prozentsatz als in den Vorjahren: Bei näherer Betrachtung der Daten ist dieser Wert von 11% im Jahr 2018 auf 8,9% im Jahr 2019 und im Jahr 2020 noch weiter auf 8% gesunken. Dies dürfte größtenteils auf COVID-19 zurückzuführen sein. Abgesehen von Mailand interessieren sich ausländische Käufer für viele andere Gebiete in ganz Italien: Diese italienischen Orte sind bei deutschen Käufern besonders beliebt.

Bei den italienischen Käufern sind 82,7% der Käufer in Mailand bereits Einwohner der Stadt, 5,2% stammen aus der Provinz Mailand und 12,1% aus anderen Provinzen und Regionen Italiens. Diese Prozentsätze sind denen von 2019 sehr ähnlich, wobei der Prozentsatz derjenigen aus anderen italienischen Provinzen leicht von 10,9% auf derzeit 12,1% gestiegen ist. Es kann auch der Schluss gezogen werden, dass 30% der Käufer, die nicht aus der Stadt Mailand stammen, aus der Provinz Mailand und 20% aus anderen Provinzen in der Lombardei stammen, während 50% der Käufer in dieser Kategorie Personen aus anderen italienischen Regionen sind.

Die Analyse der Forschungsabteilung der Tecnocasa-Gruppe konzentriert sich anschließend auf die Gründe, aus denen Menschen außerhalb Mailands beschlossen haben, Immobilien in der Modestadt zu kaufen. Im Jahr 2020 soll ein Drittel dieser Verkäufe zu Investitionszwecken getätigt worden sein, während in 66,7% der Immobilien als Hauptwohnsitz gekauft wurden. Betrachtet man die entsprechenden Daten aus dem Jahr 2019, so werden die Folgen der Corona-Pandemie klar, denn immer weniger Menschen entscheiden sich für ein Leben in der Stadt: 2019 belief sich der Anteil der Immobilien, die als Hauptwohnung von Käufern außerhalb Mailands gekauft wurden, noch bei 74,6%.

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