Immobilienpreise in Italien: Ausblick auf 2021

Immobilienpreise in Italien 2021
Immobilienpreise in Italien 2021 / Gtres
22 Februar 2021, Redaktion

Das Jahr 2020 wird in Italien als das Jahr der sozialen Distanzierung und der Ausgangssperren in die Geschichte eingehen. Dies hat nicht nur das Leben der Menschen, sondern auch den italienischen Immobilienmarkt nachhaltig beeinflusst. Welche weiteren Änderungen wird es 2021 auf dem Immobilienmarkt geben, abgesehen von den veränderten Bedürfnissen der Immobilienkäufer, die seit dem Lockdown im Frühjahr vor allem nach größeren Immobilien mit Balkon oder Garten suchen? Sinken die Immobilienpreise in Italien im Jahr 2021? Und ist 2021 ein günstiger Zeitpunkt, um eine Immobilie in Italien zu kaufen? Hier wagen wir einen kleinen Ausblick auf die Immobilienpreisentwicklung in Italien im Jahr 2021.

Sinkende Immobilienpreise in Italien zu Anfang des Jahres 2021

Die aktuellen Daten zum Immobiliensektor in Italien belegen, dass die Preise für Bestandsimmobilien im Januar 2021 fielen. Im Vergleich zum Vormonat sanken sie um 0,6% und erreichten einen Durchschnittswert von 1.734 Euro/m2. Dies geht aus dem Preisindex hervor, der von der Studienabteilung des Immobilienportals idealista erstellt wurde. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass Italien nach dem Rückgang der Verkaufszahlen im Jahr 2020 nun die ersten Auswirkungen des Coronavirus auf die Immobilienpreise erlebt.

Der Index beschreibt eine Marktspaltung im Januar 2021, die eine Vorstellung davon gibt, wie sich die Immobilienpreise in Italien 2021 entwickeln könnten. In etwa der Hälfte der Regionen wurden Preisanstiege verzeichnet, während in den restlichen Regionen Preisrückgänge zu beobachten waren. Die Gebiete Italiens mit den größten Preissenkungen waren Latium (-2,4%) und die Lombardei (-1,2%), gefolgt von Apulien (-0,9%) und Venetien (-0,7%). In Ligurien, Emilia-Romagna und Kampanien wurden nur geringfügige Preissenkungen von 0,3% und in der Basilikata und im Piemont von jeweils 0,2% registriert.

Die Regionen mit dem höchsten Anstieg der Immobilienpreise sind dagegen das Aostatal (2,9%), Molise (1,5%), Marken (1,2%) und Friaul-Julisch Venetien (1,1%). Umbrien und Trentino-Südtirol verzeichneten jeweils einen leichten Preisanstieg von 0,5%, gefolgt von Sardinien (0,4%), der Toskana (0,3%), den Abruzzen und Kalabrien (jeweils 0,2%).

Die Bedeutung des COVID-19-Impfstoffs

In seinem jüngsten Bericht betont das italienische Forschungs- und Beratungsunternehmen Nomisma, dass die Anzahl der Immobilienverkäufe dieses Jahr, und somit auch Immobilienpreise in Italien, stark von der Verfügbarkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs beeinflusst werden. Dieser Faktor ist besonders für internationale Käufer und Auswanderer relevant, da potenzielle ausländische Käufer in Italien möglicherweise nicht genug Vertrauen haben, um dieses Jahr zu kaufen, sollte nicht bald flächendeckend geimpft werden.

Dies bedeutet, dass die Prognose für viele Gebiete Italiens, insbesondere diejenigen, die traditionell mehr Käufer aus dem Ausland anziehen, höchst ungewiss ist. Nomismas geht unter diesen Bedinungen von einer Prognose für 2021 weniger als eine halbe Million Immobilienverkäufen aus: 495.000 Verkäufe in der optimistischsten Hypothese, was sich zweifellos auch auf die Immobilienpreise in Italien auswirken wird.

Preiserhöhungen für Neubau-Immobilien mit Freiflächen

Viele, die 2021 eine Immobilie in Italien kaufen möchten, werden höchstwahrscheinlich nach Häusern und Wohnungen suchen, die sich an die aufgrund der Pandemie veränderten Bedürfnisse anpassen: offene und geräumige Zimmer, Außenbereiche, Platz fürs Homeoffice usw. Immobilienexperten gehen davon aus, dass Immobilien, die diese Kriterien erfüllen, insbesondere Neubau-Immobilien, die geringsten Preisschwankungen und sogar Preisanstiege erfahren könnten.

Prognose für den italienischen Immobilienmarkt 2021

„Der italienische Immobilienmarkt hat den Auswirkungen der Corona-Pandemie und dem Druck des durch den Lockdown ausgelösten veränderten Wohnungsbedarfs standgehalten“, erklärt Vincenzo De Tommaso, Leiter des Studienbüros bei idealista. Vor diesem Hintergrund und laut dem Statistik-Portal Statista werden die Immobilienpreise im Mittelmeerraum weiter um 2,6% oder im schlimmsten Fall um bis zu 4% sinken, eine Situation, die dennoch viel positiver ist als in anderen EU-Ländern. Dieselbe Quelle geht davon aus, dass die Entwicklung der Immobilienpreise in Italien eng damit verbunden sein wird, wie die italienische Wirtschaft auf die COVID-19-Maßnahmen im Jahr 2021 reagiert.

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