Besteuerung von Mieteinnahmen in Italien: Das ändert sich ab 2020

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Änderungen bei der Besteuerung von Mieteinnahmen in Italien / Gtres
6 Juni 2019, Redaktion

Wie funktioniert die Besteuerung von Mieteinnahmen in Italien? Wir werfen einen Blick auf das italienische Haushaltsgesetz 2019 und den Gesetzentwurf zur Steuervereinfachung.

Ab 2020 wird die Besteuerung von Mieteinnahmen auf unterschiedliche Weise erfolgen. Dies entspricht den Bestimmungen des Haushaltsgesetzes 2019, das die Abgeltungssteuer für Mieteinnahmen auf Gewerbeimmobilien (mit weniger als 600 m2) ausdehnte, und dem Gesetzentwurf zur Steuervereinfachung. Ab dem 1. Januar 2020 ändert sich die Methode zur Berechnung der Bemessungsgrundlage bei der Vermietung von Wohnimmobilien, so dass nur die tatsächlich eingenommenen Mieten berücksichtigt werden.

Vermietung von Wohnraum

Für die Besteuerung von Einnahmen aus der Vermietung von Wohnimmobilien mit Verträgen, die vor dem 1. Januar 2020 abgeschlossen wurden, gelten die aktuellen Vorschriften des Artikels 26 des TUIR (dpr 917/1986). Daher tragen auch nicht eingenommene Mieten zur Einkommensermittlung bei, können aber zurückgefordert werden. Diese Rückforderung ist allerdings ein komplexer Vorgang, da es nötig ist, das Einkommen neu zu berechnen, um nur die tatsächlich erhaltenen Mieten zu berücksichtigen, um so eine Steuergutschrift zu erhalten. Erträge aus der Vermietung von Wohnraum müssen in der Einkommensteuererklärung IRPEF angegeben werden oder im Rahmen der Abgeltungssteuer auf Mieteinnahmen, Cedolare secca, pauschal mit 21% versteuert werden.

Bei der Besteuerung von Einnahmen aus der Vermietung von Wohnimmobilien mit Verträgen, die ab dem 1. Januar 2020 abgeschlossen werden, werden nur die tatsächlich erhaltenen Mieten berücksichtigt. Dabei ist zu beachten, dass sich dies nur auf Wohnimmobilien bezieht und dass die nicht eingenommenen Mieten anhand einer Räumungsklage oder einer schriftlichen Mahnung nachgewiesen werden müssen. Bei der Besteuerung kann der individuelle IRPEF-Steuersatz oder die pauschale Abgeltungssteuer von 21% angewendet werden.

Vermietung von Gewerbeimmobilien

Die Vermietung von Gewerbeimmobilien ist vom Entwurf des Vereinfachungsgesetzes ausgenommen. Für gewerbliche Immobilien gelten daher weiterhin die Bestimmungen des Artikels 26 des TUIR (dpr 917/1986) für die Berechnung der anfallenden Steuern. Somit werden sowohl eingenommene als auch nicht eingenommene Mieten bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage berücksichtigt. Im Gegensatz zur Vermietung von Wohnimmobilien besteht nicht die Möglichkeit, die auf die nicht eingenommene Mieten gezahlten Steuern zurückzufordern.

Für Gewerbeimmobilien sieht das Haushaltsgesetz 2019 – und nur für 2019 – die Möglichkeit vor, die Abgeltungssteuer für Gebäude der Katasterkategorie C/1 mit bis zu 600 m2 anzuwenden. Einnahmen aus der Vermietung von anderen Immobilien müssen in der Einkommensteuererklärung IRPEF angegeben werden.

Originalartikel: Otto vie per tassare i redditi da locazione (Italia oggi)

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