Finanzdienstleistungen in Italien nach der Coronakrise

Gtres
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11 Juni 2020, Redaktion

Wie wird die Welt nach der Coronakrise aussehen? Diese Frage stellen sich viele Menschen in Italien und auf der ganzen Welt. Dabei geht es um Aspekte des täglichen Lebens bis hin zur Zukunft der Wirtschaft. Nomisma, ein Forschungs- und Beratungsunternehmen, hat in Italien nach Antworten gesucht, zumindest in Bezug auf die persönlichen Finanzen. Insgesamt hat das Unternehmen festgestellt, dass die Italiener immer digitaler werden.

Die digitale Identität der Italiener

Die Umfrage „THE WORLD AFTER LOCKDOWN“ (Die Welt nach dem Lockdown) von Nomisma und CRIF (einem Unternehmen, das die Bereitstellung und Verwaltung von Verbraucherkrediten unterstützt) mit einer Stichprobe von 1.000 Italienern im Alter von 18 bis 65 Jahren hat die Auswirkungen des COVID-19-Lockdowns auf das Leben der Bürger analyisert und fand Folgendes heraus: In der Phase 1 nutzten 87% das Internet mindestens 3 Stunden lang aus anderen Gründen als der Arbeit. Diese Entwicklung wird für 70% der Nutzer zur Normalität werden.

In Bezug auf die zunehmend beliebte „digitale Identität“ (und damit alle Informationen, die im selben Computersystem und in digitaler Form gesammelt und aufgezeichnet wurden und sich auf eine bestimmte Person oder einen bestimmten Benutzer beziehen) haben nur 15% der Italiener noch nie davon gehört, während 42% der jungen Millennials (18-29 Jahre) genau wissen, wobei es sich dabei handelt. Die Hälfte von ihnen (52%) verwendet mehr als 5 verschiedene digitale Identitäten. 93% der Nutzer haben eine digitale Identität für den persönlichen Gebrauch, 24% für die Arbeit.

Darüber hinaus hat 1 von 5 Einwohnern Italiens eine SPID, von denen 36% diese vor dem Corona-Lockdown noch nie oder fast nie verwendet hatten. 37% der Bürger nutzten die SPID während der Ausgangssperre hauptsächlich für die Dienste des nationalen Sozialversicherungsträgers INPS wie Renten-, Arbeitslosen- und Hausangestelltenregistrierungsdienste, während 49% es für Transaktionen mit der Steuerbehörde zur Zahlung von Steuern und Abgaben verwendeten.

Die elektronische Gesundheitsakte wurde auch von 33% der Personen mit einer SPID-Identität verwendet. Italiener scheinen die Vorteile der Verwendung dieser Tools so sehr zu schätzen, dass in den nächsten 6 Monaten 70% bereit sind, die Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung zu nutzen, anstatt sich vor Ort an die Zentren zu wenden. Am meisten geschätzt wird insbesondere die Möglichkeit, die Dienste jederzeit und ohne zeitliche Einschränkungen überall nutzen zu können und die Zeitersparnis.

Online- und Mobile-Banking

Die COVID-19-Pandemie war ein (erzwungener) Beschleuniger der Digitalisierung Italiens, seiner Dienste und seiner Bewohner, was sowohl auf die Zunahme des „Fernangebots“ als auch auf die größere Neigung der Verbraucher zurückzuführen ist, solche Dienste zu nutzen. Auch Bankdienstleistungen sind von dieser Dynamik nicht ausgenommen.

Angesichts des durch das Coronavirus verursachten Gesundheitsnotfalls ist für 75% der Italiener (Banker und Nichtbanker) die Möglichkeit, mit Bankinstituten aus der Ferne zusammenzuarbeiten, eine sehr nützliche Lösung. Dies ist ein Prozentsatz, der bei 30-Jährigen auf 89% steigt. Zu den beliebtesten Methoden zählen Internet und Mobile Banking, die zu 81% bzw. 80% eingesetzt werden.

Jeder vierte Inhaber eines Girokontos wird in den nächsten 6 Monaten vermehrt das Online-Banking (von einem PC oder Laptop aus) nutzen. Andererseits erwarten 22% der Girokontoinhaber, dass sie Mobile-Banking-Dienste intensiver nutzen (mit App-Zugriff über Smartphones oder Tablets). Gleichzeitig wird erwartet, dass die Nutzung von Bankdienstleistungen in den Filialen abnimmt. Dies betrifft 38% der Inhaber von Girokonten (45%, wenn wir uns die jüngsten unter 30 ansehen).

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