Wachstumsdekret 2019: Änderungen im Immobiliensektor

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Gtres
4 Juli 2019, Redaktion

Das vom italienischen Senat verabschiedete „Wachstumsdekret“ enthält wichtige Maßnahmen für den Immobiliensektor, die unter anderem die Kurzzeitmieten und die Grundsteuer. Hier werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Änderungen im Steuerrecht 2019 in Bezug auf Immobilien in Italien.

Bestätigung der Abgeltungssteuer cedolare secca

Die Sanktionen für diejenigen, die vergessen, die Option für die Abgeltungssteuer auf Mieteinnahmen zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung zu bestätigen, wird abgeschafft.

Identifikationscode für Kurzzeitmieten 

Jede Immobilie, die für die kurzfristige Vermietung bestimmt ist, muss über einen Identifikationscode verfügen, der bei „jeder Kommunikation im Zusammenhang mit dem Angebot und der Vermarktung“ verwendet werden muss. Derselbe Code muss auch von Internetportalbetreibern und Immobilienmaklern verwendet werden. Wer sich nicht an die neue Vorschrift hält, muss mit Strafen von 500 bis 5.000 Euro rechnen.

Mitteilung der Mieterdaten an das Finanzamt

Die Daten der Mieter bei Kurzzeitmieten, die von den Vermietern an die Polizei übermittelt werden, werden automatisch auch an das Finanzamt übermittelt, um die Entrichtung aller entsprechenden Steuern zu überprüfen.

Steuern bei Mietausfall

Für Mietverträge, die ab dem 1. Januar 2020 abgeschlossen werden, sieht das Wachstumsdekret die Möglichkeit vor, auf die Zahlung von Steuern auf nicht vereinnahmte Mieten zu verzichten, wenn dieser Mietausfall durch eine „einstweilige Verfügung zur Räumung wegen Nichterfüllung oder eine Zahlungsaufforderung“ nachgewiesen wird.

Meldefrist für die Grundsteuer IMU

Die bisher bestehende Meldefrist für die italienische Grundsteuer IMU wird vom 30. Juni bis zum 31. Dezember verlängert. Bis zu diesem Datum müssen die Daten des Vorjahres mitgeteilt werden.

IMU-Meldung für regulierte Mietverträge und Nutzungsüberlassung

Die Verpflichtung zur IMU-Meldung für zur Nutzung überlassene Immobilien entfällt (die Verpflichtung zur Registrierung beim Finanzamt bleibt bestehen). Für vermietete Immobilien mit einem regulierten Mietvertrag (canone concordato) wird diese Meldepflicht ebenfalls aufgehoben. Im letzteren Fall entfällt auch die von den Kommunen auferlegte „sonstige Anmelde- und Meldepflicht“. Andererseits unterliegen Verträge, die ohne Unterstützung von Wirtschaftsverbänden abgeschlossen werden, noch der „Stempelpflicht“.

Grundsteuer für ländliche Gebäude

Ab 2023 kann die Grundsteuer auf Immobilien von den Einnahmen der Unternehmen abgezogen werden. Bis dahin steigt der Prozentsatz der möglichen Abzüge: 50% für die IMU 2019, 60% für 2020 und 2021 und 70% für 2022.

Ermäßigte Rechnungen bei „Ecobonus“

Steuerzahler, die Energieeffizienzarbeiten an ihrer Immobilie durchführen oder das Risiko durch Erdbebenschäden reduzieren, können anstatt eines Steuerabzugs einen Vorschuss durch das mit den Bauarbeiten beauftragte Unternehmen erhalten, der in der Rechnung einen entsprechenden Rabatt gewährt. Der Lieferant kann den Beitrag in Form einer Steuergutschrift einziehen oder seinerseits die Gutschrift an seine Lieferanten von Waren und Dienstleistungen abtreten.

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