Immobilien in Mailand 25,5% teurer als in Rom

Der Immobilienmarkt in Mailand verzeichnet einen Anstieg bei Preisen und Verkaufszahlen / Gtres
Der Immobilienmarkt in Mailand verzeichnet einen Anstieg bei Preisen und Verkaufszahlen / Gtres
1 Juli 2019, Redaktion

In Italien konzentrieren sich fast alle Immobilienkäufe und -verkäufe auf den Wohnungssektor. Ein Haus oder eine Wohnung in Mailand zu kaufen ist 25,5% teurer als in Rom, wie aus den neuesten Daten des Marktforschungsunternehmen Sigest hervorgeht.

Immobilienkäufe und -verkäufe in Italien

Nach den Ausführungen des Marktforschungsunternehmens, die auf Daten des Wohnungsmarktes aus dem Jahr 2018 vom Osservatorio del Mercato Immobiliare (OMI) basieren, wurden im vergangenen Jahr in Italien rund 580.000 Käufe und Verkäufe von Wohnimmobilien registriert. Dabei wurde ein Umsatz von 94,3 Milliarden Euro erzielt; der Gesamtumsatz auf dem Immobilienmarkt belief sich auf 103,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz auf dem Wohnungsmarkt um 5,2%.

Auch in Mailand verzeichnete der Umsatz 2018 einen Anstieg um 2,6% und in Rom um 0,9%. Der Umsatz von 7,7 Milliarden Euro in Mailand entspricht etwa dem Umsatz des gesamten italienischen Marktes für Gewerbeimmobilien, der einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro registrierte. Dieser Markt erreichte in Mailand einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro, was einen Rückgang von -16% gegenüber dem Vorjahr bedeutet, während er in Rom einen neuen Wachstumsrekord von 24% erreichte, bei einem Umsatz von 1,9 Milliarden Euro.

Immobilienpreise in Mailand und Rom

Die durchschnittlichen Verkaufspreise von Wohnimmobilien lagen in Italien 2018 bei 1.538 Euro/m2 und damit leicht unter dem Niveau von 2017 (-1,5%). In Rom lagen die Durchschnittspreise allerdings bei 2.828 Euro/m2 und in Mailand, der teuersten Stadt Italiens, bei 3.796 Euro/m2, was einem leichten Anstieg gegenüber 2017 entspricht (0,8%).

„Die Studie bestätigt einen bereits eingeleiteten Trend“, so Francesca Bombelli, Geschäftsführerin von Sigest, „der aufgrund des geringen Immobilienangebots im Stadtzentrum und der von den Kunden gesuchten Merkmalen einen allmählichen Preisanstieg in Mailand verzeichnet. Vergleicht man die Daten der Immobilienverkäufe in Mailand in den letzten 5 Jahren mit den Daten des gleichen Zeitraums in anderen italienischen Großstädten und Provinzen, wird deutlich, dass der Mailänder Immobilienmarkt in der Lage ist, die Trends des gesamten Landes zu antizipieren. Dieses Phänomen könnte man als ,Schmetterlingseffekt von Mailand’ bezeichnen, auch wenn wir die Daten des zweiten Quartals abwarten müssen, um diese Annahme zu bestätigen.“

Eine Immobilie in Mailand ist 25,5% teurer als eine gleich große Immobilie in Rom. Außerdem wird in der Provinz Mailand ein sehr hohes Preisgefälle im Vergleich zur Stadt beobachtet: Eine Wohnung in Mailand zu kaufen kostet durchschnittlich 55% mehr als in der Provinz.

Sigest analysierte eine Stichprobe von rund 350 in Mailand verkauften Neubau-Immobilien (unter Berücksichtigung der drei beliebtesten Wohnungstypen: Zwei-, Drei- und Vierzimmer): Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei 5.227 Euro/m2. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 38% gegenüber den Daten des OMI, was im Wesentlichen auf den Wert der verwendeten Materialen zurückzuführen ist.

Wohnimmobilien

Während die Zahl der Verkäufe von Wohnimmobilien im Jahr 2018 in Italien gegenüber dem Vorjahr um 6,5% zunahm (insgesamt wurden 578.647 Geschäfte verzeichnet), ergibt sich in Mailand und Rom eine andere Situation. In der italienischen Hauptstadt stiegen die Transaktionen des Wohnungssektors im Vergleich zu 2017 um 3%, wobei ein deutlicher Anstieg bei den Drei- und Vierzimmerwohnungen registriert wurde (7,4% bzw. 5,5%). In Mailand stieg die Zahl der Wohnungskäufe und -verkäufe im Vergleich zum Vorjahr etwas stärker als in Rom (3,4%). Hervorzuheben ist hier der Anstieg der Einzimmerwohnungen von 13,5% im Vergleich zu 2017.

Bei den am häufigsten nachgefragten Wohnungstypen in Rom und Mailand ergeben sich erhebliche Unterschiede: Betrachtet man den römischen Markt (Anteile am Gesamtmarkt: 40% Zweizimmer- und 29% Dreizimmerwohnungen), so schlossen die Dreizimmerwohnungen mit einem Anstieg von 7,4% am besten ab und die Einzimmerwohnungen mit einem Rückgang von 1,3% am schlechtesten. In Mailand (Anteile am Gesamtmarkt: 42% Zweizimmer- und 21% Dreizimmerwohnungen) stehen die Einzimmerwohnungen (+13,2%) an erster Stelle, während Wohnungen mit mehr als vier Zimmern das Schlusslicht bilden (-1,4%).

Entwicklung des italienischen Immobilienmarktes 2019

„Die Umfrage zum Wohnungsmarkt im ersten Quartal 2019“, so Enzo Albanese von Sigest, „zeigt eine sehr positive Entwicklung sowohl auf landesweiter Ebene (+8,8%) als auch in den Großstädten (+8,2%). In der letztgenannten Analyse stechen die Immobilienmärkte in Rom und Mailand mit Wachstumsraten von +11,9% bzw. +11,3% besonders hervor. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Daten des OMI, die auf den notariellen Verkaufsurkunden basieren, eine Verzögerung von etwa sechs Monaten im Vergleich zu dem, was aktuell auf dem Markt passiert, aufweisen. Obwohl die Situation momentan sicherlich positiv ist, glauben wir, dass wir bis zum zweiten Quartal 2019 warten müssen, um die Zweifel an der Marktentwicklung auszuräumen und zu zeigen, ob sich gemäß unserer Einschätzung die Dynamik verlangsamt hat. Wir hoffen, mit dieser Einschätzung nicht richtig zu liegen und warten auf die Daten, die die italienische Finanzbehörde im September veröffentlichen wird.“

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