Immobilienpreise: Italien mit dem größten Preisrückgang in Europa

Rückgang bei den Immobilienpreise in Italien
Rückgang bei den Immobilienpreise in Italien
17 Oktober 2019, Redaktion

Die durchschnittlichen Immobilienpreise stiegen in Europa zwischen 2011 bis 2018 um 11,5%. Italien befindet sich jedoch am unteren Ende dieser Liste mit einem Preisrückgang von 17,6%.

Auf kurze Sicht ändert sich die Situation auf dem italienischen Immobilienmarkt auch nicht: 2018 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Immobilienpreise von 0,6% verzeichnet; nur in Schweden sanken die Preise stärker (-0,9%). Zusammen mit Schweden ist Italien das einzige Land, das laut Eurostat-Daten eine negative Veränderung verzeichnet.

Italien ist in Bezug auf die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt zwischen 2011 und 2018 das Schlusslicht Europas (-17,6%), gefolgt von Kroatien (-10,3%), Spanien (-10,1%) und Zypern (-7,8%). Dieser Immobilienpreise in diesen Ländern haben sich 2018 jedoch etwas erholt: +6,1% in Kroatien, +6,7% in Spanien und +1,8% in Zypern.

Beim Blick auf die Spitze der Liste hebt sich die langfristige Entwicklung in Island ab (+71,4%), gefolgt von Estland (+63,2%) und Lettland (+49,8%). Betrachtet man die Preisveränderung der letzten Jahre (von 2017 bis 2018), so liegt Island weiterhin in der Spitzengruppe (+8,2%), wird jedoch von Irland (10,2%) und Portugal (+10,3%) übertroffen. Erwähnenswert ist auch der Preisanstieg von +9,5% in den Niederlanden.

Es lohnt sich jedoch auch, die Entwicklung der Immobilienpreise in Italien mit dem europäischen Durchschnitt zu vergleichen. Im Zeitraum von 2011 bis 2018 stiegen die Immobilienpreise im restlichen Europa um durchschnittlich 11,5%, während in Italien ein Rückgang von 17,6% verzeichnet wurde. Die jüngsten Umfragen zeigen dagegen, dass die Preise in Europa um 4,7% steigen, während sie in Italien weiterhin sinken, jedoch etwas moderater (0,6%).

Die Aussichten für den italienischen Immobilienmarkt scheinen nicht sehr ermutigend, zumindest wenn es nach dem jüngsten Bericht von Standard and Poor's geht. Demnach ist Italien der einzige der 10 wichtigsten Immobilienmärkte in Europa, auf dem die Preise sowohl 2019 (-0,9%) als auch 2020 (-0,4%) sinken werden. In den übrigen europäischen Ländern scheinen die Immobilienpreise zu steigen, wenn auch in einem geringeren Tempo.

Zu den dynamischsten Immobilienmärkten gehören Portugal (+8% im Jahr 2019), die Niederlande (+6,5%), Spanien (+5,5%) und Deutschland (+5,3%). Nach Angaben der Ratingagentur dürften die Immobilienpreise in Italien 2021 (+0,3%) und 2022 (+1%) wieder ansteigen.

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