Historische Entwicklung der Immobilienpreise: Vergleich zwischen Italien und dem europäischen Durchschnitt

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Historische Entwicklung der Immobilienpreise: Vergleich zwischen Italien und dem europäischen Durchschnitt
20 März 2018, Redaktion

Seit Beginn der Krise 2008-2009 bis heute hat der Immobilienmarkt eine Reihe von Immobilienzyklen durchlaufen, die sich anhand der Entwicklung der Immobilienpreise gut zusammenfassen lässt.

Im Jahr 2011, zwei Jahre nach der Krise 2008-2009, lag das Preisniveau in Italien wesentlich höher als im europäischen Durchschnitt. Dies deutet auf einen Anstieg der Preise in der Vergangenheit (d. h. in der ersten Hälfte der 2000er Jahre) hin, der in Italien im Vergleich zum europäischen Durchschnitt sehr viel stärker ausfiel.

Die Reaktion auf den durch die Krise ausgelösten Schock auf dem Immobilienmarkt in Italien fiel im Vergleich zum europäischen Durchschnitt sehr unterschiedlich aus. Während zum Jahresende 2009 der Durchschnittspreis in der EU um 5,2% sank, stieg er in Italien um 3,8%. Im Durchschnitt der europäischen Länder spiegelte sich die Anpassung an die Krise beim Preisniveau und den Verkaufszahlen wieder. In Italien hingegen stiegen die Preise weiter, während die Verkaufszahlen sanken. Die Anpassung erfolgte also auf der Seite der Immobiliengeschäfte und nicht der Preise.

1. Quartal 2010 – 1. Quartal 2012

In Bezug auf die Preisänderungen ähnelte sich die Situation in Italien und in Europa. In Italien war die Veränderung im Bezugszeitraum positiv, wenn auch sehr niedrig (+0,4%), während der EU-Durchschnitt im selben Zeitraum noch einen leichten Negativtrend aufwies (-0,3%).

Zweijahreszeitraum 2012-2013

Diese beiden Jahre brachten eine Wende. Das BIP in Italien ging weiterhin drastisch zurück, während sich eine höhere Verschuldung abzeichnete und bereits die ersten Anzeichen einer Bankenkrise sichtbar wurden. Die Grundsteuern wurden angehoben. Die Umsätze bei den Immobiliengeschäften waren rückläufig und schließlich sanken die Preise ebenfalls stark. Der EU-Durchschnitt lag zu dieser Zeit bei -1,2% und in Italien bei -10,7%.

2014-2017

In diesem Zeitraum erholten sich die Immobilienpreise in der gesamten Europäischen Union, während der Preisrückgang in Italien allmählich abschwächte. Zwischen dem ersten Quartal 2014 und dem dritten Quartal 2017 legte der Durchschnittspreisindex der EU 14,8% zu, während er in Italien um -5,1% sank. Auch dank dieser Preissenkungen erholten sich die Verkaufszahlen in Italien allmählich: Zwischen 2014 und 2016 stieg die Zahl der verkauften Wohnimmobilien um rund 27%. 2017 setzte sich dieser Positivtrend fort.

Nach der Analyse der italienischen Steuerbehörden (Agenzia delle Entrate) haben sich die durch die Krise verursachten Auswirkungen auf die Immobilienpreise mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung bemerkbar gemacht. Dies ist auf die zweite Krise im Jahr 2012 zurückzuführen, die in Italien viel akuter ausfiel als im Rest Europas und von einem stärkeren Rückgang des BIP und einer langsameren wirtschaftlichen Erholung gekennzeichnet war.

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