Welche laufenden Kosten fallen bei einer Immobilie in Italien an?

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Laufende Kosten einer Immobilie in Italien
8 Juni 2018, Redaktion

Bevor Sie sich dazu entscheiden, eine Immobilie in Italien zu kaufen, sollten Sie sich über die laufenden Kosten informieren, die mit dem Eigentum an einem Haus oder einer Wohnung in Italien einhergehen. Wir haben eine Liste verschiedener Steuern und Abgaben zusammengestellt, der Sie Ihre persönlichen Kosten für Strom, Gas, Wasser, Telefon usw. noch hinzufügen müssen.

Anfallende Steuern und Abgaben

  • Grundsteuer: Imposta Minucipale (IMU). Wenn die Immobilie als Zweitwohnsitz genutzt wird, müssen Sie IMU zahlen. Diese Steuer beträgt 7,6% des Katasterwertes, wobei die Gemeinden etwas Freiraum bei der Festlegung des Steuersatzes haben, so dass dieser variieren kann (+/- 3%). Sollten Sie die Immobilie Ihren Kindern, Eltern oder geschiedenem Ehepartner überlassen, müssen Sie lediglich 50% des Steuerbetrages entrichten. Bei vermieteten Immobilien können Sie von einer Vergünstigung von 25% profitieren. Die Grundsteuer wird anhand des Formulars ModuloF24 gezahlt, entweder per Überweisung oder bei der Post. Steuerbeträge werden in Italien üblicherweise aufgerundet. Die Steuer wird zu zwei gleichen Teilen gezahlt, nämlich am 16. Juni und am 16. Dezember.
  • Servicesteuer: Tassa sui Servizi Indivisibili (TASI). Diese Kommunalsteuer wird zur Deckung der Kosten für die öffentliche Beleuchtung, das Abwassersystem, die Instandhaltung öffentlicher Einrichtungen usw. verwendet. Sie fällt nicht an, wenn es sich bei der Immobilie um den Erstwohnsitz handelt. Bei Zweitwohnsitzen, die vermietet werden, werden 70 bis 90% vom Eigentümer getragen und 10 bis 30% vom Mieter. Sollte die Immobilie über kurze Zeiträume (Ferienvermietung) vermietet werden, hat der Eigentümer 100% der Steuer zu entrichten. Als Bemessungsgrundlage dient der Katasterwert der Immobilie. Die Steuer beträgt zwischen 1‰ und 2,5‰ und kann von den Gemeinden auf bis zu 3,3‰ angehoben werden. Zu zahlen ist die Servicesteuer am 16. Juni; bei Zahlung in zwei Raten sind diese am 16. Juni und am 16. Dezember fällig.
  • Abfallgebühr: Tassa sui Rifuiti (TARI). Diese Gebühr muss von allen Eigentümern bezahlt werden, unabhängig von der Nutzung der Immobilie. Sie setzt sich aus einem festen Teil (Wohnfläche) und einem variablen Teil (Nummer der Bewohner) zusammen. Die Gemeinden können bei der Berechnung weitere Faktoren hinzufügen. Die Höhe der Abfallgebühr und die Zahlungstermine sind je nach Gemeinde unterschiedlich.

Sonstige Kosten

  • Versicherungen. Es empfiehlt sich, eine Hausrats- oder Gebäudeversicherung abzuschließen. Die jährlichen Kosten dafür liegen bei 180 bis 380 Euro.
  • Immobilienverwaltung. In manchen Fällen ist es ratsam, eine Immobilienverwaltung mit der Zahlung der Steuern und Abgaben zu beauftragen. Sie übernimmt auch sonstige anfallende Formalitäten für Sie. Die Kosten dafür betragen etwa 100 bis 150 Euro pro Jahr.
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